Atemtherapie

Atemtherapie ist ein Naturheilverfahren im wahrsten Sinn des Wortes. Sie kommt ohne jede Hilfsmittel und ohne jede Manipulation aus. Atemtherapie ist ein Weg, seinen eigenen Lebensrhythmus tu spüren, seine Gefühle, seine Blockaden und Panzer. Atemtherapie ist eine Möglichkeit, über den Körper die Seele zu heilen. Alle östlichen und westlichen Körper- und Meditationsverfahren kennen Atemübungen. Das indische Yoga genauso wie die Bioenergetik. Über den Atem gelangten sowohl die alten Griechen wie die Mönche des Mittelalters, die Schamanen wie die Yogis, zur Transzendenz.

In China werden in modernen Kliniken psychosomatische Krankheiten mit Atemarbeit therapiert. In Deutschland waren es Frauen, die in den zwanziger Jahren Atem und Bewegung zu Behandlungsformen mit emanzipatorischem Charakter entwickelten. In der Frauengesundheit hat die Atemtherapie einen besonderen Stellenwert. Noch heute ist Atemarbeit eine weibliche Domäne. Es gibt verschiedene Atemschulen. Die bekanntesten sind die von Ilse Middendorf und Klara Wolf. Sie unterscheiden sich in ihren Ansätzen. Erstere will den unbewussten Atemvorgang stärken, letztere arbeitet mit einer bewussten Atemführung.

Die Wirkung ist letztlich eine aktive Entspannung und zugleich große Klarheit und Konzentration. Für Frauen, die ein gestörtes Verhältnis zu ihrem Körper haben, ist Atemtherapie eine wunderbare Erfahrung. Viele Frauen fühlen sich nicht wohl in ihrem Körper, und versuchen, mit den verschiedensten Diäten oder Diätpillen, Gewicht zu verlieren. Wenn die gewünschten Erfolge beim Abnehmen dann ausbleiben, kommt es bei sehr vielen Frauen zu einem gestörten Körpergefühl. Die Atemtherapie kann hilfreich sein mit sich selbst wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Sie ermöglicht ein positives Besetzen des Körpers.

Auf der rein körperlichen Ebene verbessert Atemtherapie die Sauerstoffaufnahme und stärkt den Kreislauf. Ideal für Frauen, die unter niedrigem Blutdruck leiden oder an kalten Händen und Füßen. Schließlich wirkt Atemtherapie langfristig auf die Haltung ein. Haben sich durch individuelle Atemmuster Verspannungen verfestigt, können sie ein schmerzendes Hohlkreuz oder einen Rundrücken zur Folge haben.

Eine besondere Form der Atemtherapie ist die Atemmassage. Die Hände der Atemtherapeutin nehmen dabei einen Dialog mit dem Atemmuster der Klientin auf. Sie führen den Atem in verspannte Körperregionen und öffnen Räume, die blockiert sind. Atemmassage ist eine tief greifende, berührende Therapie, die große Aufmerksamkeit und Intuition verlangt. Die Therapeutin muss deshalb in der Lage sein, die aufkommenden seelischen Prozesse zu begleiten und aufzufangen. Atemtherapie wird zunehmend auch in Ärztekreisen anerkannt. Sie wird eingesetzt bei Erschöpfungszuständen und Haltungsschäden, neuerdings aber auch innerhalb ganzheitlicher therapeutischer Ansätze bei Suchtkranken, Krebspatienten und Aidskranken. Atemtherapie ist nämlich hervorragend dazu geeignet, Ängste und Spannungen abzubauen und das Wohlbefinden zu steigern.

Tags: Atemtherapie, Frauen, Atem

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