Autogenes Training
Nicht immer geht es uns Frauen nur darum Gewicht zu verlieren, oder die neueste Anti Aging Creme oder Augencreme auszuprobieren. Manchmal wollen wir einfach einen Spaziergang durch unseren Körper machen und relaxen. Eine der wirksamsten und am weitesten verbreiteten Entspannungsmethoden ist das Autogene Training. Entwickelt wurde es in den dreißiger Jahren vom Berliner Psychiater Johannes H. Schultz. Er war ein Freund Sigmund Freuds, und fand durch sein Interesse für Hypnose und Suggestion zu seiner ?aus dem Selbst? entstehenden Technik.
Erst später entdeckte er die Parallelen zum östlichen Yoga und zur Meditation. Autogenes Training bewirkt Ruhe, innere Gelassenheit und schnelle Erholung. Eine Trainingseinheit entspricht etwa einer Stunde Schlaf, und eine Umstimmung des neurovegetativen Nervensystems, das unsere Atmung, die Herztätigkeit, die Verdauung und den Schlaf reguliert. Großer Vorteil des Autogenen Trainings ist, dass es leicht erlernbar ist und wenig Zeit in Anspruch nimmt. Die Übungen der ersten Stufe, die eigentlichen Entspannungsübungen, müssen allerdings bei einer ausgewiesenen Fachkraft erlernt werden. Arme, Beine, Atem, Herzschlag, Sonnengeflecht und Kopf werden in genau dieser Reihenfolge entspannt.
Vorherrschend ist das Schwere- und Wärmegefühl, das mit Hilfe von formelhaften Sätzen erlebbar gemacht wird. Es handelt sich dabei nachweislich um Entspannung und bessere Durchblutung der Muskeln und der inneren Organe. Wichtig ist bei dieser Methode, dass nach jeder Entspannung die so genannte Rücknahme erfolgt. Ein regelmäßig durchgeführtes Autogenes Training führt nach etwa sechs Monaten zu einer spürbaren Verbesserung der Selbstwahrnehmung. Um einen solchen Erfolg zu erzielen, wird das Autogene Training durchschnittlich dreimal pro Tag für jeweils zwei bis drei Minuten empfohlen. Diese spürbare Verbesserung der Selbstwahrnehmung bezieht sich nicht nur auf den Körper, sondern genauso auch auf das seelische Erleben.
Aus diesem Grund wird das Autogene Training auch Spaziergang im eigenen Innern genannt. Diese Wirkung kann noch verstärkt werden, durch die nächste Stufe des Autogenen Trainings. Dabei visualisiert man, unter Anleitung, verschiedene Farben, Objekte und auch Begriffe. Man tritt somit also eine Reise in seine eigene persönliche Innenwelt an. Um sich zu entspannen und leichte körperliche Beschwerden zu lindern, genügt aber die Beherrschung der ersten Stufe des Autogenen Trainings. In der Frauengesundheit wird diese Therapieform sehr oft genutzt, und ist besonders für jene Frauen von großem Wert, die im Alltag nur begrenzte Möglichkeiten haben, zu sich selbst und zur inneren Ruhe zu finden. Schlafstörungen, Menstruationsbeschwerden, Stress und Nervosität vor der Menstruation, sprechen sehr gut auf Autogenes Training an. Untersuchungen belegen sogar, dass, wenn über lange Zeit angewandt, das Selbstwertgefühl steigt.
Tags: Training, Autogenen, Autogenes
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