Clever ein Haushaltsbuch führen und sparen
Wer sich am Ende des Jahres einige Stunden Zeit nimmt, um die vergangenen zwölf Monate aus finanzieller Perspektive Revue passieren zu lassen, hat beste Chancen, ab Januar über deutlich mehr Geld zu verfügen. Am einfachsten ist, sich die Kontoauszüge des vergangenen Jahres anzuschauen und die dort dokumentierten Ausgaben in drei Kategorien einzuteilen.
Drei Sparkategorien
Die erste Kategorie ist die der unveränderlichen Ausgaben. Dazu gehören Kosten, die einfach nicht reduziert werden können, wie die Miete, Rundfunkgebühren und vieles mehr. In der zweiten Kategorie befinden sich Posten, bei denen man möglicherweise sparen kann und die deshalb regelmäßig überprüft werden sollten. Dazu gehört beispielsweise ein Check des Stromanbieters. Hier kann einiges gespart werden. Diese Kategorie wird jeden Monat anders gefüllt sein, denn nicht immer kauft man sich zum Beispiel eine Gardinenstange. In die dritte und letzte Gruppe gehören unnötige Kosten. Etwa der Beitrag für den Sportverein, dessen Trainingsangebot schon lange nicht mehr wahrgenommen wurde.
Das praktische Haushaltsbuch
Wer kontinuierlich ein Haushaltsbuch führt, verschafft sich einen noch genaueren Überblick und hat die Groschengräber des Alltags schnell im Blick. Nichts ist einfacher, als viele unnötige Dinge einfach nicht mehr zu kaufen.
"Ideal ist eine solche Buchhaltung in jedem Haushalt", rät Milko Hascher, Leiter des Filialgeschäfts bei der CreditPlus Bank, "denn wie ein Unternehmen kann in der Familie sowohl die Einnahmen- als auch die Ausgabenseite optimiert werden. Noch besser ist es, wenn die Zahlen des Haushaltsbuches genutzt werden, um das kommende Jahr zu planen. Den Geldbedarf für jeden Monat zu ermitteln, ist nämlich ein Kinderspiel, wenn man weiß, wie viel Geld man in den jeweiligen Vorjahresmonaten verbraucht hat."
Und wer merkt, dass im kommenden Jahr das Geld nicht reichen und ein Kredit benötigt wird, hat nach dem Kassensturz am Jahresende alle Informationen parat und kann dem Bankberater genau vorrechnen, welche finanziellen Belastungen die Familie in jedem Monat hat.
Spartipps fürs neue Jahr
- Wer die Bedingungen seiner Mobilfunkverträge regelmäßig prüft, kann meist günstiger telefonieren.
- Auch die Versicherungsverträge sollten ab und an gecheckt werden, denn manchmal ändert sich der individuelle Versicherungsbedarf oder ein anderer Anbieter hat günstigere Konditionen.
- Auch Energiesparen kann erheblich dazu beitragen, das Familienbudget zu schonen.
- Außerdem hilft generell ein konsequentes Vergleichen von Preisen beim Sparen - ganz egal, ob es um ein Gartentrampolin oder um den neuen Computer geht.
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