Darmprobleme
Der Darm verarbeitet täglich große Mengen an Nahrungsmitteln und Getränken. Er muss Nährstoffe herauslösen und dem Körper zuführen, den Wasserhaushalt regulieren, Unverdauliches ausscheiden. Außerdem ist er das Zentrum des Immunsystems. Kein Wunder, dass er gelegentlich empfindlich reagiert. Bei Durchfallerkrankungen kommt es zu häufigem Stuhlgang, mehr als fünfmal pro Tag wird dünnflüssiger bis wässriger Stuhl ausgeschieden, und in der Regel treten dabei Bauchschmerzen auf. Die Bandbreite der Erkrankungen reicht von leichten, kurzfristigen Stuhlgangsstörungen bis zu lang anhaltenden Magen und Darm angreifenden Beschwerden. Bevor man auf eigene Faust eine Schmerztherapie beginnt oder Schmerzmittel in einer Internetapotheke bestellt, sollte man die Ursache für die Erkrankung herausfinden. Bei Durchfall liegt meist eine übermäßige Darmtätigkeit vor, wodurch das mit der Nahrung zugeführte Wasser nicht mehr von der Darmschleimhaut aufgenommen wird und eine Eindickung des Stuhls entfällt.
Zusätzlich werden größere Mengen wässriger Flüssigkeiten aus anderen Teilen des Organismus in den Darm abgesondert. Es kann zu einer Entzündung der Darmschleimhaut kommen. Durchfall ist häufig auch eine Abwehrreaktion des Körpers, um belastende Stoffe auszuscheiden. Man unterscheidet, je nach Dauer oder Ursache, mehrere Arten von Durchfall. Der plötzlich auftretende akute Durchfall dauert nur ein bis zwei Tage. Meist ist er auf nervöse Einflüsse wie Stress oder Angst, auf Kältereize, verdorbene Lebensmittel oder eine Darmgrippe zurückzuführen. Der chronische Durchfall hält mehrere Wochen an oder tritt periodisch immer wieder auf.
Meist liegt eine organische Ursache, wie beispielsweise entzündliche Darmerkrankungen, zugrunde. Bei dem infektionsbedingten Durchfall sind Bakterien, Viren oder Parasiten die Verursacher der Erkrankung. Zu besonders schweren Durchfällen kann es bei Ruhr, Cholera und Typhus kommen. Allergisch bedingter Durchfall wird durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien auf bestimmte Lebensmittel oder Lebensmittelzusatzstoffe verursacht. Bei dem so genannten Sommerdurchfall führt der übermäßige Genuss von unreifem Obst, welches besonders große Mengen an Fruchtsäure enthält, häufig zu kurzfristigen Durchfallbeschwerden.
Exzessiver Alkohol- und Zigarettenkonsum kann ebenfalls zu Durchfall führen. Genauso verhält es sich beim Missbrauch von Abführmitteln. Durch starken oder lang anhaltenden Durchfall verliert der Körper große Flüssigkeitsmengen sowie lebenswichtige Mineralien. Das kann zu schwerwiegenden, gefährlichen Folgen wie Austrocknung und Herz Kreislauf Versagen führen. Gerade bei Säuglingen ist daher eine ärztliche Behandlung dringend erforderlich. Leichte oder kurz anhaltende Durchfallerkrankungen können bei Erwachsenen jedoch meist gut mit einfachen Hausmitteln behoben werden. Wenn Sie während der Erkrankung keinen Appetit haben, brauchen Sie sich nicht zum Essen zu zwingen. Ein oder zwei Tage fasten schadet dem Körper nicht, im Gegenteil. Allerdings müssen Sie sehr viel trinken. Kräutertees und stille Mineralwässer sind besser geeignet als Obstsäfte.
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