Das Veilchen

Bei jedem kleinen Husten, setzt sich der moderne Mensch gleich an seinen Computer und bestellt sich ein Medikament in einer Online Apotheke, Internetapotheke oder Versand Apotheke. Aber selbst wenn wir nicht in einer so technisch entwickelten Zeit leben würden, wer käme denn schon auf die Idee, dass ein Veilchen gegen Husten hilft. Dieses Blümchen, mit seinem feinen Duft, ist eine vertraute Erscheinung in Mitteleuropa. Allein in Deutschland gibt es über 20 Arten, die im Volksmund unter vielfältigen Namen bekannt sind.

Seit langem wurde das Veilchen in religiösen Ritualen, aber auch für medizinische Zwecke verwendet, als Wundmittel, zur Blutreinigung und vor allem als Allzweckwaffe gegen alle Erkrankungen der Atemwege. Die Inhaltsstoffe wirken schleimlösend, Stoffwechsel anregend und entzündungshemmend. Das Glykosid und die Alkaloide wirken auf den Magen Darm Trakt und fördern die Verdauung. Die Ätherischen Öle wirken desinfizierend, erleichtern das Abhusten und stärken das Immunsystem. Die Schleimstoffe schützen und beruhigen die Schleimhäute.

Das wohlriechende Veilchen wächst vor allem in lichten Laubwäldern, an Bachufern, Waldrändern, Hecken und Zäunen. Die bis zu 10 Zentimeter hohe Staude besitzt herzförmige Blätter, und während der Blütezeit von März bis Mai, angenehm und intensiv reichende, tiefviolette Blüten mit Nebenblättern und einem geraden, ebenfalls violetten Sporn. Das Veilchen kann problemlos im Garten angebaut werden, es bevorzugt feuchte, halbschattige Standorte. Geerntet werden die Wurzeln im September und Oktober, das Kraut mit Blüten und Blättern von März bis Mai.

Die Wurzeln werden gesäubert und zum Trocknen ausgebreitet. Das Kraut soll an einem luftigen und schattigen Ort trocknen. Frische Veilchenblüten können ebenfalls verwendet werden. Veilchen Tee oder Veilchen Sirup wird zur Blutreinigung, bei Husten, Keuchhusten und Bronchitis, aber auch bei Verstopfung, gereizten Nerven und rheumatischen Beschwerden verschrieben. Äußerlich kann man Veilchen als Gurgelmittel bei Mund- und Halsentzündungen, für Umschläge und Waschungen bei Wunden, Geschwüren und Hauterkrankungen einsetzen. Um einen Veilchen Tee zuzubereiten, übergießen Sie 1 Teelöffel getrocknetes Veilchenkraut oder Veilchenwurzel mit 1 Tasse kaltem Wasser.

Bringen Sie beides zum Sieden, lassen Sie das Ganze noch 5 Minuten ziehen, und gießen es dann durch ein Sieb ab. Trinken Sie täglich 2 bis 3 Tassen als Hustentee mit Honig gesüßt. Zur Beruhigung der Nerven, trinken Sie täglich 2 bis 3 Tassen des ungesüßten Tees. In der Aromatherapie soll der Duft des Veilchens Ängste vertreiben und die Laune verbessern. In der Volksmedizin empfiehlt man, frische Veilchenblüten zur Nervenberuhigung zu essen. Frische Veilchenblüten mit ein wenig Honig vermischt ergeben eine bewährte Wundsalbe, die die Heilung beschleunigt.

Tags: Veilchen, Husten, Veilchenblüten

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