Das Weiße Prinzip - Weiße Burschenschaften
Zur Geschichte des Weißen Kreises
1919 hatte sich nach längerem Vorgeplänkel die Meinung entwickelt, dass zur Erhaltung und Betonung der Idee der Urburschenschaft von 1815 die sich als Pendant zu den roten B! B! weiß nennenden Burschenschaften zu einer Vereinigung zusammenschließen sollten, die die B! B! in Deutschland und Österreich umfasst. Der Weiße Kreis war geboren worden.
Die Kurzlebigkeit der weiteren burschenschaftlichen Entwicklung ist bekannt; der Zwangsauflösung einzelner Burschenschaften in den 30er Jahren folgte auch der Weiße Kreis und löste sich 1934 auf.
Die Wiederbegründung erfolgte nach dem II. Weltkrieg 1951, jedoch waren die aufbrechenden Meinungsunterschiede über den Vaterlandsbegriff zum einen wie auch die unterschiedlichen Standpunkte zu der Schwerpunktstätigkeit der Burschenschaften zu groß.
Die Mehrheit war für den politisch aktiven Part, weil die brennenden Aufgaben der Burschenschaften im Handeln und aktiven Eintreten für das Volkstum gesehen wurden; z.B. bei den Minderheitsproblemen der deutschen Volksgruppen im Westen Europas - nämlich in Kärnten, Südtirol, Elsass-Lothringen, Eupen – Malmedy, hier lag ein gravierendes Erbe des Weltkrieges das man mitgestalten wollte. Ganz zu schweigen von den Problemen im Osten: Vertreibung, Entwurzelung, Zwangsumsiedlung und schließlich der deutschen Teilung - burschenschaftliche Arbeit –so meinte man - hatte hier anzusetzen!
Mit dem aktiven Bekenntnis zur Einheit der Deutschen und der freien Entfaltung aller Deutschen war die Deutsche Burschenschaft die einzige akademische Vereinigung, die offen für die Belange des deutschen Volkes eintrat.
Die Vertagung des Weißen Kreises 1961 hatte zur Folge: die innerhalb des WK’S in Richtung Aktionsgemeinschaft orientierten B! B! (10) fanden sich in der weißen Arbeitsgemeinschaft wieder und gründeten im selben Jahr 1961 zusammen mit anderen B! B! die Burschenschaftliche Gemeinschaft in DB und DBÖ, andere 5 B!B! des WK’s firmierten zum Ring weißer Burschenschaften (RWB).
Der Weiße Kreis besteht also nach wie vor, ist seit 1961 vertagt und kann jederzeit wieder einberufen werden.
Warum wieder Weißer Kreis?
Das weiße Prinzip eint Burschenschaften in Deutschland und Österreich in besonderem Maß. Es steht einzigartig für Werte und Ideale und verkörpert den Geist der Urburschenschaft von 1815, hineingetragen und gelebt in unserer heutigen Zeit. Wie ein kategorischer Imperativ steht das weiße Prinzip gleichsam als Leitlinie unverrückbar für die weißen Burschenschaften – gelebte Ideale.
Warum aber wieder die Organisationsform „Weißer Kreis“? Es ist naheliegend, dass gleiche Ansichten und Inhalte ein Zusammengehörigkeitsgefühl erzeugen. Der Dachverband Deutsche Burschenschaft ist aufgrund seiner Heterogenität zu sehr auf die Breite und nicht auf die Tiefe ausgerichtet, so soll der Weiße Kreis uns wieder auf besondere Weise zusammenhalten. Dies sind wir uns, unseren Burschenschaften und deren Zukunft verpflichtet. Außerdem wird auch das korporative Element innerhalb der Deutschen Burschenschaft gestärkt und bereichert.
Tags: Burschenschaften, Kreis, Weiße
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