Das passende Hundefutter finden

Bei der Auswahl des Futters kommt es natürlich auch darauf an, um was für einen Hund es sich handelt. Ein alter Hund benötigt z.B. anderes Futter als ein junger. Und ein Hund, der sich viel bewegt, hat einen höheren Energiebedarf als ein weniger aktiver Hund.

Bei jedem Hundefutter ist aber wichtig, dass die Ernährung abwechslungsreich ist. So sollte man bei der Zusammenstellung des Futters darauf achten, dass alle wichtigen Nährstoffe enthalten sind. Dies sind: Proteine, Kohlehydrate, Fette, Mineralstoffe und Vitamine.

Die genaue Zusammenstellung des optimalen Futters muss auf den Arbeits- bzw. Laufbedarf des Hundes abgestimmt sein. Qualifizierte Hundeschulen oder Ernährungsberatungen für 4-Beiner können dabei helfen, einen ausgewogenen Speiseplan aufzustellen. Auch Tierärzte können helfen.

Aber auch beim Blick in das Kaufhaus-Regal kann man einiges beachten, um für seinen Hund das richtige Futter auszuwählen.
Wie erkenne ich ein gutes Hundefutter?

Das Hunde-Futter sollte den Energiebedarf Ihres Hundes decken. Im Falle eines normalen Familienhunds entspricht dies einem täglichen Rohprotein-Anteil von ca. 21 - max. 23 %. Rohproteine werden hauptsächlich über Fleisch und in geringeren Anteilen über Getreide aufgenommen. Daher sollte Fleisch den Hauptbestandteil des Hundefutters ausmachen und daher in der Zutatenliste ganz oben stehen. Wichtig ist, dass keine tierischen Nebenerzeugnisse oder Fleischmehl verarbeitet wurden. Es handelt sich hierbei häufig um tierischen Abfall, darauf sollte man verzichten. Der Getreideanteil sollte gering sein und an hinterer Stelle der Zutatenliste stehen. Denn zu viel Getreide kann zu Verdauungsproblemen und Knochenerkrankungen führen.

Um Erkrankungen und Allergien vorzubeugen, ist es ratsam, in regelmäßigen Abständen die Geschmacksrichtung innerhalb einer Marke zu wechseln. Komplette Markenwechsel hingegen können zu einer Belastung des Stoffwechsels und des Magen-Darm-Trakts führen und sollten daher nicht häufig vorkommen.

Achten Sie bei Ihrem Hundefutter auf Qualität, denn diese zahlt sich meist aus. Zum einen benötigt ein Hund von einem qualitativ hochwertigen Futter weniger, als von einem Billigfutter: Der Energiebedarf wird bei hochwertigen Zutaten mit geringeren Futtermengen gedeckt, als bei minderwertigen. Außerdem erkranken Hunde seltener an Allergien und Knochenkrankheiten, wenn auf das richtige Futter geachtet wird. Dies erspart Kosten für den Tierarzt.


Auswirkungen des Futters auf das Verhalten des Hundes

Bei einem guten Futter hat Ihr Hund ein glänzendes Fell, saubere Zähne und ein konstantes Gewicht, d.h. er neigt nicht zu Übergewicht. Auch der Hundekot ist ein Indiz für die Futterqualität: Je mehr unbrauchbare Zusatzstoffe im Futter enthalten sind, desto mehr muss der Hund wieder ausscheiden. Übermäßig viel Stuhlgang ist daher ein Hinweis auf schlecht verwertbares Futter. Auch ein hyperaktiver oder träger Hund bekommt oftmals falsches, nicht auf seinen Energiebedarf abgestimmtes Futter.
Welche Futter-Arten gibt es?

Prinzipiell kann man zwischen herkömmlichem, industriell gefertigtem Futter (nachfolgend Industriefutter) , Bio-Hundefutter und der Rohfütterung (dem sog. BARFen) unterscheiden. Industriefutter als auch Bio-Futter gibt es als Nass-Futter (Dosen-Futter), Trocken-Futter und halbfeuchtes Futter.


Zertifiziertes Bio-Futter

Vorteile: Hochwertige Inhaltstoffe, chemikalienfrei, ohne künstliche Aroma- Geschmacks- und Konservierungsstoffe.

Nachteile: Auf Grund fehlender Konservierungsstoffe häufig geringere Haltbarkeit, viele Hunde müssen sich erst an den natürlicheren Geschmack gewöhnen.


Industriefutter

Vorteile: Gute Akzeptanz bei den Hunden auf Grund von Geschmackszusatz- und Aromastoffen, lange Haltbarkeit durch Konservierungsmittel.
Nachteile: Geschmacks-, Aroma- und Konservierungsmittel sowie künstliche Appetitanreger können zu Allergien führen. Konventionelles Hundefutter enthält häufig keinen nennenswerten Fleischanteil. Im Futter werden außerdem so genannte ?tierische Nebenerzeugnisse? wie Felle, Hufe und Hörner - also Abfallprodukte - verarbeitet. Weiterhin werden die Inhaltstoffe häufig unklar deklariert.


Rohfütterung (BARFen)

Vorteile: Alle Inhaltstoffe des Hundefutters sind bekannt und können individuell auf die Bedürfnisse des Hunds angepasst werden. Viele Hundehalter berichten davon, dass Krankheiten und Allergien nach Umstellung auf die Rohfütterung abgenommen haben.

Nachteile: recht zeitaufwendig, der/die Halter/-in muss sich über die Zusammenstellung genau informieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es einige gute Industriefutter gibt, von vielen jedoch eher abzuraten ist. Bei zertifiziertem Bio-Futter kann man sich sicher sein, dass auf künstliche Zusatzstoffe weitgehend verzichtet wird. Beachtet man einige Regeln bei der Rohfütterung, ist auch diese Futter-Art für viele Hunde zu empfehlen.

Tags: Futter, Hund, Energiebedarf

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