Der Gebäude-Energieausweis ist da!
Der Energieausweis ist zur Pflicht geworden bei Neubauten und bei Altbauten, die verkauft oder neu vermietet werden. Wer bereits ein Eigenheim bewohnt oder Mieter einer Wohnung ist, für den ist der Energieausweis zwar interessant aber nicht vorgeschrieben. Der Ausweis verbleibt auch im Eigentum des Vermieters. Der Mieter kann ihn sich zeigen lassen, hat aber keinen Anspruch darauf, dass ihn der Ausweis überlassen wird. Es ist also sicherlich ratsam, sich eine Kopie zu machen. Aber aus dem Energieausweis kann kein Anspruch auf einen bestimmten Energieverbrauch hergeleitet werden. Der Mieter kann nicht verlangen, dass der im Ausweis bescheinigte Verbrauch auch tatsächlich zutrifft. Das ist sicherlich schade. Auf der anderen Seite aber auch im unterschiedlichen Umgang eines jeden Mieters mit der Energie erklärlich. Wer ständig ein Fenster auf Kippe hat und eine hohe Raumtemperatur haben möchte, verbraucht halt mehr als derjenige, der geregelt und richtig lüftet und eine Temperatur zwischen 18 und 20°C befürwortet. Der Gebäude -Energieausweis wird aber sicherlich in Zukunft die Höhe der Kaltmiete entscheidend beeinflussen und auch den Kaufpreis für Altbauten. Hausbesitzer sollten sich jedoch überlegen, einen Energieausweis ihres Gebäudes erstellen zu lassen. Denn dieser kann verbunden werden mit Ratschlägen zur Sanierung und zur Energieeinsparung. Wer einen Gebäudeenergieberater mit der Erstellung des Energieausweises und einer Energieberatung beauftragt, kann dazu Zuschüsse erhalten. Im Augenblick zahlt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle einen Zuschuss von 300 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser, für Mehrfamilienhäuser sogar 360 Euro. Dieser Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden. Für Hinweise zur Stromeinsparung gibt es einen Zuschuss von 50 Euro und für Thermofotografien einen in Höhe von 100Euro. Warum sollte man als Eigentümer dieses Geld verschenken. Zumal man durch die Beratung wertvolle Hinweise und Tipps zur Sanierung und zu Energieeinsparmaßnahmen erhält. Und es ist sicherlich sinnvoll, eine anstehende Sanierung richtig durchzuführen. Es gibt durchaus die Mögliche für alle diese notwendigen Maßnahmen Zuschüsse zu beantragen. Außerdem haben sich die Investitionen innerhalb weniger Jahre amortisiert, denn gerade bei Altbauten kann man enorme Beträge bei den Heizkosten einsparen. Natürlich wird der Gebäudeenergieberater auch auf Maßnahmen wie alternative Energien, Sonnenenergien, Wärmepumpen und Erdwärme hinweisen. Das ist ein Fachmann, der bei jedem Gebäude die machbaren und auch sinnvollen Lösungen erkennt und den Hausbesitzer entsprechend beraten kann. Der Energieberater ist auch informiert über die Vergabe von Fördermittel und auch evtl. zinsgünstiger Kredite für diese Maßnahmen. Es macht also durchaus Sinn, sich eine fachmännische Beratung zu gönnen, Sparpotentiale aufzudecken und Energielöcher zu stopfen. Eine Investition, die sich auszahlen kann.
Tags: Energieausweis, Maßnahmen, Mieter
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