Der Nutzen von Kartoffeln

Über viele Jahre hinweg wurde immer wieder behauptet, dass Kartoffeln nicht für eine Diät geeignet seien, wenn man Gewicht verlieren und überflüssige Kilos abnehmen will. Dem ist nicht so, denn Kartoffeln wirken entwässernd und regulieren außerdem die Verdauung. Wie fast jeder weiß, stammt die Kartoffel aus den Anden Südamerikas. Dort gibt es heute noch zahlreiche, unterschiedlich geformte und gefärbte Arten.

Nach Europa gelangte die Kartoffel erstmalig als rotschalige Knolle um 1555, als die spanischen Eroberer in ihr Heimatland zurückkehrten. Es sollte jedoch noch ungefähr 200 Jahre dauern, bis sie überhaupt an wirtschaftlicher Bedeutung in Europa gewann. Anfangs wurde sie hier meist als Zierpflanze angepflanzt und von der Bevölkerung mit großer Skepsis betrachtet. Daran sind vermutlich auch die grünen Kartoffeln nicht ganz unschuldig, die ja das giftige Alkaloid Solanin enthalten, nach dessen Verzehr man arge Verdauungsprobleme bekommen und sogar bewusstlos werden kann.

Noch Friedrich der Große musste die Preußen mit Gewalt dazu zwingen, die Kartoffel anzubauen. Und erst die großen Hungersnöte im Siebenjährigen Krieg verhalten der Kartoffel zu ihrem Durchbruch. Da rettete sie die Schlesier vor dem Verhungern. Ihrem hohen Vitamin C Gehalt verdankten viele Europäer, dass sie nicht an Skorbut erkrankten. Nachdem in Deutschland der Pro-Kopf-Verbrauch auf bis zu 186 Kilogramm pro Jahr in 1950 gestiegen war, sank dieser in den darauf folgenden Jahren wieder stetig ab, und betrug in 1990 nur noch weniger als die Hälfte, nämlich 72 Kilogramm pro Jahr.

Daran konnte auch die zunehmende Beliebtheit von Kartoffelchips oder Pommes Frites nichts ändern. Wird die Kartoffel in Fett gebraten, wie es bei Chips und Pommes der Fall ist, ist ihr gesunder Nutzen natürlich dahin. Gekocht, und ohne ungesunde Zusätze, ist die Kartoffel jedoch sehr gesund. Vor allem im Darmbereich wirken die bioaktiven Substanzen der Kartoffel gegen Krebs. Einmal binden die Ballaststoffe Kanzerogene, und Gallensäuren, die im Darm zu Kanzerogenen werden können, und scheiden diese aus. Saponine wiederum, die zu den Bitterstoffen gehören, binden in erster Linie Gallensäuren.

Hinzu kommen so genannte Enzym Inhibitoren, die indirekt das Wachstum von Tumoren hemmen können. Schließlich wirken Vitamin C und Flavonoide antioxidativ und damit zell- und DNA ?schützend. Aufgrund ihres hohen Kaliumgehalts wirkt die Kartoffel stark entwässernd und fördert so die Ausscheidung von im Gewebe eingelagertem Wasser. Damit werden wiederum auch Giftstoffe ausgeschieden. Da Kartoffeln außerdem einen relativ niedrigen Kaloriengehalt besitzen, eignen sie sich ideal als Nahrungsmittel für die Schlankheitskur. Durch eine Kartoffeldiät haben viele Frauen schon abnehmen und Gewicht verlieren können.

Tags: Kartoffel, Kartoffeln, Pommes

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