Der alternde Mann
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatten die wichtigsten medizinischen Entwicklungen (zum Beispiel Impfungen und Verbesserungen in der Fortpflanzungsmedizin) vor allem Auswirkungen auf Kinder und junge Menschen. Die Säuglings- und Wochenbettsterblichkeit konnte dramatisch reduziert werden und die Sterblichkeit an akuten Erkrankungen wurde eingedämmt. Die meisten medizinischen Errungenschaften der zweiten Jahrhunderthälfte (wie Organverpflanzung, Gelenkersatz- und Bypass- Operationen) kommen dagegen eher den Menschen über 50 Jahren zugute.
Am Ende des 20. Jahrhunderts konzentrierte sich die Medizin und die Forschung großteils auf die Verbesserung der Lebensqualität im Alter. So kam 1998 das erste Potenzmittel auf den Markt. Eine Errungenschaft für all die Männer, die Erektionsprobleme haben. Impotenz heißt seither erektile Dysfunktion und ist durch eine Pille behandelbar. Schon kurze Zeit später wurden dann auch verschiedene Potenzmittel rezeptfrei in Onlineapotheken und Versandapotheken wie Neu Markenpillen angeboten. Trotz dieser medizinischen Errungenschaften wird künftig der Schlüsselfaktor für ein gesundes Altern darin zu finden sein, inwieweit es gelingen wird, die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit des Menschen zu gewährleisten. Das wird vor allem davon abhängen, wieweit es gelingt, jene Erkrankungen und deren Folgen zu bekämpfen, welche die ältere Bevölkerung am meisten treffen: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose, Arthritis, Alzheimer-Erkrankung, seelische Leiden wie Depression und Angstkrankheiten, Stoffwechselstörungen wie Diabetes, Lungenerkrankungen sowie die Beeinträchtigungen des Hör- und Sehapparates.
Die präventive Funktion der Geschlechtshormone bei der Frau sind bereits als eine Möglichkeit erkannt worden, gegen Osteoporose, Alzheimer und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzugehen. Bei den Männern bestehen hier noch ein enormer Aufholbedarf und viele wissenschaftliche Informationslücken. Die Wechseljahre des Mannes werden mittlerweile nicht mehr bestritten, sie ziehen sich über einen Zeitraum von vielen Jahren hin. Anders ist die Menopause der Frau, bei der diese Veränderungen innerhalb einiger Monate stattfinden. Bei Männern sinken die Gesamttestosteronspiegel ab dem 40. Lebensjahr etwa um 1% pro Jahr ab. Die Wissensdefizite in Bezug auf die Gesundheit des alternden Mannes sind nicht gering. Der alternde Mann wird aber die Wissenschaft immer mehr beschäftigen.
Was wir heute schon wissen ist, dass Stress eine immens negative Auswirkung auf den alternden Mann hat. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung leidet unter Stress, bei Männern ist dieser Anteil höher als bei den Frauen. Vor allem Stress im Beruf, Zeitdruck und körperliche Belastungen finden sich ganz oben auf der Liste der Ursachen. Bei Überbelastung reagieren berufstätige Männer zu einem Großteil mit vermehrtem Konsum von Alkohol und Zigaretten sowie mit Überernährung. Männer schildern die Symptome, die in Zusammenhang mit der Arbeitsbelastung stehen, vornehmlich als Verspannung, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit und Konzentrationsstörungen.
Tags: Männern, Stress, Menschen
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