Die Arnika - Korbblüter

Wahrscheinlich weil es so einfach und günstig ist, bestellt man sich heutzutage Schmerzmittel in einer Online Apotheke. In der Pflanzenwelt nach Heilmitteln zu suchen, erscheint vielen Menschen umständlich. Dabei sind wir umgeben von natürlichen Arzneistoffen, die unseren Körper heilen, und wenn korrekt angewendet, nicht einmal Nebenwirkungen haben. Arnika zum Beispiel ist ein natürliches Schmerzmittel, und es hilft bei Blutergüssen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Nervenschmerzen, Muskelzerrungen, Prellungen und Verstauchungen sowie Zahnschmerzen und bekämpft wirksam Entzündungen des Mund- und Rachenraums. Arnika verwendet man in erster Linie äußerlich. Der Tee wird nur zum Gurgeln und für Umschläge benutzt.

Der Hautkontakt mit höher konzentrierten Arnikazubereitungen kann zu allergischen Reaktionen führen. Wird Arnika innerlich angewendet, besteht ein hohes Vergiftungsrisiko. Die kühlenden und schmerzlindernden Umschläge helfen bei Nervenschmerzen, Zerrungen, Verletzungen und Verstauchungen. Zur Behandlung von Zahnschmerzen und Entzündungen des Mund- und Rachenraumes, verwendet man verdünnte Arnikatinktur. Die ätherischen Öle wirken entspannend auf die Muskulatur und bei äußerlicher Anwendung kühlend auf die Haut. Die Wirkstoffe der Blüte wirken nicht nur schmerzlindernd, sondern auch desinfizierend und entzündungshemmend. Arnika enthält außerdem Flavonoide, die aktiv gegen freie Radikale wirken und beugen damit der Bildung von Krebstumoren vor. Außerdem kräftigen sie das Herz und erweitern die Herzkranzgefäße. Arnika ist auch unter mehreren volkstümlichen Namen bekannt, was darauf hinweist, dass diese Pflanze schon früher als Heilmittel genutzt wurde.

Ursprünglich kommt sie aus Mittel-, Ost- und Südeuropa, sie ist aber auch in deutschen Regionen heimisch, vor allem im Gebirge. Ihr wissenschaftlicher Name leitet sich vermutlich aus dem Griechischen ab: ?Ptarmica? bedeutet soviel wie ?Nieskraut?. Arnika ist eine unter Naturschutz stehende Pflanze, die auf Heideflächen, Bergwiesen und ausgetrockneten Mooren wächst. Sie gehört zur Familie der Korbblütler. Ihre Blüten sind gelb bis orange. Die erwachsene Pflanze kann bis zu 40 Zentimeter hoch werden. Ihre Blütezeit ist der Hochsommer (Juli bis August). Als vom Aussterben bedrohte Pflanze, darf die Arnika nicht an ihren natürlichen Standorten gepflückt und gesammelt werden.

Ausweichen kann man auf die in Nordamerika heimische Wiesenarnika, die sich auch im eigenen Garten leichter kultivieren lässt. Um Arnikatinktur zuzubereiten, lassen Sie 100 g getrocknete Arnikablüten für 2 Wochen in einem halben Liter 70-prozentigen Alkohol ziehen. Filtern Sie den Satz heraus, und pressen Sie ihn gut aus. Bewahren Sie die Flüssigkeit in einem dunklen Fläschchen auf. In der Homöopathie zählt Arnika zu den so genannten Konstitutionsmitteln (entsprechen dem individuellen Zustand des Patienten) und wird bei Herz Kreislauf Erkrankungen und bei Magen Darm Beschwerden eingesetzt.

Tags: Arnika, Pflanze, Nervenschmerzen

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