Die Folsäure

Die Folsäure gehört zu der Gruppe der B-Vitamine. Man vermutete die Existenz dieses Vitamins seit etwa 1930, als eine bestimmte Form der Blutarmut, durch die klassischen Behandlungsmethoden, nicht geheilt werden konnte. Man gab den Patienten Bierhefe, Leberextrakte oder auch Spinat zu essen, was die Beschwerden linderte. Erst Im Nachhinein wurde klar, dass es sich um einen Folsäuremangel gehandelt haben musste. Die Isolierung dieses Stoffes gelang aus Spinatblättern. Daher kommt auch der Name Folsäure, der sich von dem lateinischen Wort ?folium? für ?Blatt? ableitet. In der Online Apotheke wird Folsäure oft als Nahrungsergänzungspräparat angeboten.

Aber erst 1946 gelang es herauszufinden, um welchen Stoff es sich tatsächlich handelte. Folsäure transportiert ein universell zu verwendendes kleines Bauteil, das zum Aufbau vieler Stoffe im Körper gebraucht wird. Dieses Bauteil wird von anderen Stoffen wieder an die Folsäure abgegeben. Insbesondere Zellen, die sich häufiger teilen, brauchen viel Folsäure, um all die Stoffe, die für die neue Zelle benötigt werden, aufzubauen. Kinder und schwangere Frauen brauchen deshalb sehr viel Folsäure. Wenn wir erwachsen sind, brauchen wir Folsäure hauptsächlich für die Blutbildung und die Erneuerung von Schleimhäuten im Mangen- Darmtrakt oder der Haut.

Für eine optimale Hautpflege ist Folsäure also unerlässlich. Auch das Wachstum der Haare braucht viel Folsäure. Die Funktion der Folsäure beschränkt sich dabei auf eine einzige Reaktion, die aber sehr vielseitig eingesetzt werden kann. Blutarmut oder Anämie ist allerdings das wichtigste Symptom bei Folsäuremangel, da es am ehesten sichtbar wird, und große Auswirkungen hat. Die Folsäure arbeitet bei der Blutbildung mit dem Vitamin B12 zusammen. Beide Vitamine haben sehr ähnliche Funktionen. Wenn nur eins fehlt, dann führt das zur Blutarmut. Die Folgen sind schnelle Ermüdung, mangelnde Konzentrationsfähigkeit und eine allgemeine körperliche Schwäche.

Wenn Folsäure fehlt, werden die Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes nicht schnell genug nachgebildet. Das führt zu Appetitlosigkeit, Durchfall und Entzündungen. Da die Zellteilung gestört ist, werden alle Wachstumsvorgänge beeinträchtigt. Die Haare wachsen nicht weiter und fallen nach und nach aus. Im Bereich Frauengesundheit ist Folsäure ein wichtiges Thema. Ist eine Frau während der Schwangerschaft mit Folsäure unterversorgt, kann der Fötus geschädigt werden.

Auch Fehlgeburten stehen im Zusammenhang mit einem Folsäuremangel. Folsäure ist das Vitamin, mit dem wir durchweg am schlechtesten versorgt sind. Im Durchschnitt wird nur die Hälfte der empfohlenen Menge tatsächlich aufgenommen. Wie kommt das? Einerseits ernähren wir uns falsch, zum anderen kommt Folsäure in der Nahrung zwar häufig vor, ist aber ein ziemliches Sensibelchen, was den Einfluss von Hitze oder Lagerung angeht.

Tags: Folsäure, Blutarmut, Folsäuremangel

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