Die Fünf Hüllen der Existenz im Yoga und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit

Im klassischen Yoga wird gelehrt das es fünf Hüllen der Existens gibt. Die in jeder Yogaschule gelehrten Übungen nehmen Einfluß auf den Zustand dieser Hüllen.
Da über diese fünf koshas unterschiedliche Lehr Meinungen bestehen kann es spannend sein darüber in einem Yoga Forum zu diskutieren.
Diese fünf Hüllen oder Kosas, wie sie in Indien genannt werden sind Annamaya - Kosa ( die Nahrungshülle ), Pranamaya - Kosa ( die Hülle der Lebensenergie ), Manomaya - Kosa ( die Hülle des Denkbewußtseins ), Vijanmaya - Kosa ( die Hülled es Erkenntnisbewußtseins ) und Anandamaya - Kosa (die Hülle der unendlichen Glückseeligkeit und Wonne ).
Sicher ließe sich über jede dieser Hüllen noch vielmehr schreiben, was aber den Umfang diese Artikels sprengen würde.
Jede Hülle umfaßt die darunterliegenden und geht über sie hinaus. Die äußerste Hülle befindet sich jenseits von Raum und Zeit.
Krankheit entsteht nach alternativem Ansatz durch ein Ungleichgewicht in einer der drei unteren Existenzhüllen. Die vierte und die fünfte Hülle können nicht gestört werden. Die Vorstellung von den fünf Hüllen wird von der westlichen Medizin nicht durchgängig akzeptiert; laut NAGENDRA, NAGARATHNA und MONRO ist sie aber vom experimentellen Standpunkt aus sehr bedeutsam. Mit der Zeit soll man durch Yoga sowohl Prana ( die Lebensenergie) als auch Glückseligkeit fühlen, ohne dabei zu wissen, ob sie unabhängige Energien sind oder einfach Ausdruck komplexer physiologischer Vorgänge.
In der indischen und östlichen Philosophie unterscheidet man in zwei Arten körperlicher Krankheiten. Einmal gibt es Krankheiten, die ein stark physisches Element aufweisen, wie zum Beispiel Infektionskrankheiten oder Verletzungen. Der andere Krankheitstyp soll durch Störungen in der Mentalebene entstehen und beinhaltet alle psychosomatischen und degenerativen Beschwerden.
Hierbei spielen psychische Faktoren eine größere Rolle, und schulmedizinische Behandlungs-methoden schaffen allein keine Abhilfe. Nach den indischen Glaubensvorstellungen werden solche Symptome durch geistige Krankheiten, sogenannte Adhis, hervorgerufen. Diese entstehen, wenn starke Gefühle von Zuneigung oder Abneigung noch verstärkt werden und sich verfestigen. Sie bedingen dann eine Veränderung der Persönlichkeit und behindern den Fluß der positiven Lebens Energie zu den inneren Hüllen. Die daraus, wie bereits erwähnt, resultierende Unausgeglichenheit führt zu physischen Beschwerden und zum Beispiel zu Unruhe und Unzufriedenheit. Yoga wirkt unmittelbar auf die mentalen Unausgewogenheiten, die den psychosomatischen Beschwerden zugrunde liegen, und hält so das wesentliche Element bereit, das modernen Therapien fehlt. Zudem versucht Yoga nicht die Krankheit auf eine einzige Ursache zurückzuführen und diese zu beseitigen, sondern er behandelt die Krankheit, indem er den Gesundheitszustand auf allen Ebenen gleichzeitig verbessert und die innere Harmonie wiederherstellt.
Yoga ist also ein ganzheitlicher Ansatz der alle Aspekte des menschlichen Lebens ausgleichen kann und damit wenn die Übungen regelmäßig praktiziert werden zu einer umfassenden Gesunderhaltung des Menschen Beitragen kann.
Der Autor des Artikels leitet seit vielen Jahren die Patanjali Yogaschule Münster. Wenn sie mögen können sie diesen Artikel gerne im Yoga Forum mit ihm diskutieren.



Tags: Hülle, Yoga, Hüllen

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