Die Sterilisation des Mannes

Eine Sterilisation (Vasektomie) bedeutet die Durchtrennung der Samenleiter des Mannes. Auch wenn diese Verhütungsmethode zu fast 100% sicher ist, hat sie aber doch einen großen Nachteil, denn eine Vasektomie ist nur schwer rückgängig zu machen. Sind die Samenleiter einmal durchtrennt, kann die Zeugungsfähigkeit nur durch eine sehr aufwändige und komplizierte Operation wiederhergestellt werden. Rückoperationen sind nur in etwa 70% der Fälle möglich. Für Männer mit bestehendem Kinderwunsch ist diese Verhütungsmethode daher riskant. Eine Vasektomie wird vom Urologen durchgeführt.

Dabei setzt der Arzt auf der Rückseite des Hodens eine lokale Betäubung und durch einen kleinen Schnitt wird auf jeder Seite der Samenleiter durchtrennt. Die Enden werden verschlossen und der Hautschnitt wieder vernäht. Komplikationen dieses kleinen Eingriffs sind manchmal Blutergüsse oder Entzündungen im Operationsgebiet. Bei manchen Erkrankungen kann eine Vasektomie jedoch nicht durchgeführt werden. So z.B. bei Krampfadern im Hodensack, Wasserbruch, Leisten- und Hodenbruch sowie bei krankhaften Veränderungen an den Nebenhoden. Nach einer Operation, die insgesamt nur wenige Minuten dauert, können gelegentlich noch Schmerzen und Schwellungen auftreten, die aber innerhalb weniger Tage abklingen sollten. Infektionen treten bei weniger als 3 von 100 Männern auf und können mit Antibiotika behandelt werden.

So einfach auch die Sterilisationsoperation des Mannes ist, die Rückführungsoperation ist kompliziert. Obwohl neue chirurgische Methoden ständig die Erfolgschancen verbessern, kann kein Arzt eine Garantie abgeben, dass der Samen wieder seinen gewohnten Weg gehen kann oder eine Schwangerschaft wieder möglicht wird. Nach einer Sterilisation bleibt im Gegensatz zur Kastration die Lust auf Sex erhalten. Erektile Dysfunktion, Impotenz oder andere Erektionsprobleme, welche dann oft mit Viagra behandelt werden müssen, sind nicht, wie oftmals angenommen, Folge einer Sterilisation. Die Erektionsfähigkeit, die Ejakulation sowie auch jedes andere Zeichen der sexuellen Entfaltung bleiben nach einer Sterilisation erhalten. Dem Ejakulat fehlen lediglich die Spermien, ansonsten ist es unverändert und besteht nun hauptsächlich aus der in der Prostata und in den Samenbläschen gebildeten Flüssigkeit, die normalerweise der Ernährung und Unterstützung der Spermien dient.

Es sollte aber nicht vergessen werden, dass die Vasektomie zwar einen sicheren Empfängnisschutz darstellt, auf die Übertragung von Geschlechtskrankheiten aber keinen Einfluss hat. Die Forschung beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit den unterschiedlichsten Ansätzen bei der männlichen Verhütung. Ungefähr 30 Jahre alt ist die Idee einer Hormonpille für den Mann. Doch was bei Frauen schon mehr als 50 Jahre lang funktioniert, ist für Männer nach wie vor Zukunftsmusik. Bis heute ist es noch nicht möglich, die Spermienbildung und ?Reifung so weit zu unterdrücken, dass die Samenflüssigkeit frei von Spermien ist.

Tags: Vasektomie, Sterilisation, Spermien

« zurück weiter »

Die 10 beliebtesten Artikel:

  1. Frauen verführen ohne sich zu verstellen
  2. Rollatoren speziell für die Wohnung
  3. Chat mit Webcam live
  4. Kostenlose Strickanleitungen für Jung und Alt
  5. Im privaten Umfeld einen Dieb überführen
  6. Die Kurtisane von Escort Wien und ihr Geschäftsmann
  7. Ein Handy für den Notfall ? egal ob für jung oder alt
  8. Hilfsmittel für Senioren - Treppenlifte
  9. Santander CleverCard ideal für Reise und Urlaub
  10. Ein Blick auf Treppenlifte

5 Zufallsartikel aus dem Artikelverzeichnis:

  1. ALLES AUF ?GRÜN?
  2. Der Datenschutz schreit auf: Videoüberwachung oft illegal
  3. Französische Weine
  4. Forexhandel mit eToro
  5. Leinen ist leicht zu vernähen und der perfekte Sommer-Stoff