Erektionsschwäche

Die für Männer mit zunehmendem Lebensalter normale Verringerung von Erektionsgeschwindigkeit und Erektionsstärke wirkt auf manche betroffene Männer so bedrohend, dass Erektionsprobleme und sogar vollständige Impotenz auftreten. Derartige Beeinträchtigungen der Sexualfunktion haben, sich wechselseitig verstärkende, Auswirkungen auf den gesamten Lebensbereich. Wie die unerwartet große Nachtrage nach dem Potenzmittel Viagra drastisch vor Augen führt, ist die erektile Dysfunktion viel verbreiteter als bis dato angenommen wurde. Auch wenn man mittlerweile Potenzmittel in einer Online Apotheke bestellen kann, werden sie noch stark tabuisiert.

Viele Männer sprechen kaum darüber und versuchen meist allein mit ihrem Problem fertig zu werden. Bei den meisten Männern verringert sich mit zunehmendem Alter auch das Interesse an sexueller Aktivität. Bei Potenzängsten kann diese aber plötzlich stark zunehmen, insbesondere als Begehren nach stärkeren sexuellen Reizen, von denen man sich die Wiederherstellung der früheren Manneskraft erhofft. Dieses Begehren äußert sich etwa durch aufkommendes Interesse an Sexfilmen oder Sexheften, aber auch in Form von Wünschen und Fantasien, Sex mit einer neuen, jungen Partnerin zu haben. Auch wenn letzteres bloße Fantasie bleibt, belastet die Suche nach stärkeren sexuellen Reizen natürlich eine bestehende Partnerschaft. Leicht kommt es dann zu Meinungsverschiedenheiten und Konflikten über Sexualität, Liebe und Intimität. Zu den typisch männlichen Reaktionen kommen körperliche und psychische Veränderungen, die auch die Wechseljahre der Frau kennzeichnen.

Auf körperlicher Ebene fällt auf, dass es nun jeweils länger dauert, um sich von Verletzungen und Krankheiten zu erholen. Auch verringern sich Körperkraft und Ausdauer. Bei den meisten nimmt das Körpergewicht wesentlich zu, und manche kommen sich plötzlich dick vor. Das älter werden kennzeichnet sich aber auch durch andere Merkmale. So treten in der Regel Schwierigkeiten beim Lesen auf und Schlafstörungen stellen sich vermehrt ein. Häufig vorkommende psychische Wechseljahrsymptome sind Konzentrationsschwierigkeiten, Vergesslichkeit, Reizbarkeit, Unentschlossenheit, Ängste und depressive Verstimmungen, Verlust von Selbstvertrauen, Lebensfreude, Lebenszielen und Lebenssinn sowie das Gefühl, einsam, unattraktiv und ungeliebt zu sein.

Oft fällt diese Zeit der Umstellung zusammen mit Veränderungen im persönlichen, familiären und beruflichen Bereich, die um die Lebensmitte herum aufzutreten pflegen, und manchmal zu eigentlichen Lebenskrisen, der so genannten Midlife Crisis, führen. Derartige psychosoziale Veränderungen sind zwar ebenfalls deutliche Signale des Älterwerdens, die Midlife Crisis ist aber primär eine Sinnkrise, die durch zwischenmenschliche und berufliche Veränderungen und Probleme hervorgerufen wird. Die sich dadurch aufdrängenden Umstellungen und Neuorientierungen sind häufig bereits vollzogen, wenn sich die psychophysiologischen Veränderungen der Wechseljahre wirklich bemerkbar machen. Treten Midlife Crisis und Wechseljahre jedoch gleichzeitig auf, so beeinflussen und verstärken sie sich gegenseitig.

Tags: Veränderungen, Männer, Wechseljahre

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