Fettspeicherung in der Haut
Natürlich schön auszusehen sollte nicht der einzige Grund sein eine übermäßige Anhäufung von Fett im Körper zu vermeiden. Längst ist das kein Schönheitsfehler mehr sondern gilt als gesundheitsbedrohlich. Dabei ist der Männerbauch für die Entstehung von Herzinfarkt viel gefährlicher als der typisch weibliche Fettansatz an Oberschenkeln, Gesäß und Hüften. Die Fettspeicherung im Unterhautfettgewebe ist der eigentliche Maßstab für Übergewicht.
Die Dicke des Unterhautfettgewebes hängt einerseits vom Ernährungszustand, andererseits von Geschlecht, Lebensalter und Körperbereichen ab. So ist bei Männern vorwiegend die Bauchhaut, bei Frauen hingegen, die Haut von Brust, Hüften und Gesäß zur Fettspeicherung geeignet. Dabei kommt den typisch weiblichen (normalen) Fettdepots eine physiologische Funktion als Energiespeicher für die Schwangerschaft zu. Ein Gewicht von 20 Prozent über dem persönlichen Normalgewicht sollte Anlass zum Abnehmen und Gewicht verlieren sein. Die Lederhaut ist zuständig für die Festigkeit und Elastizität der Haut. Die Schicht ist, wie der Name schon vermuten lässt, erheblich dicker als die Oberhaut. Sie besteht aus einem dichten Geflecht von kollagenen und elastischen Fasern, die von Bindegewebszellen umschlossen sind.
Kollagene Fasern enthalten den Eiweißstoff Kollagen, der den Fasern eine besondere Zugfestigkeit verleiht. Das Protein Elastin sorgt in den elastischen Fasern für Dehnbarkeit und Elastizität. Die Grundbausteine beider Proteine, die Aminosäuren, müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. In dieses Geflecht sind zahlreiche Blut- und Lymphgefäße, Talg- und Schweißdrüsen sowie Nerven und Haarwurzeln eingebettet. Die obere Schicht der Lederhaut, die so genannte Papillarschicht, ragt mit kleinen zapfenartigen Vorsprüngen in die Keimschicht der Oberhaut, sodass eine feste Verbindung der beiden Schichten entsteht. Dadurch wird eine optimale Nährstoffversorgung der gefäßlosen Oberhaut erreicht. Die Unterhaut ist das Speicherorgan für Depotfett und Wasser.
Die tiefste Schicht der Haut schließt sich ohne deutliche Abgrenzung an die Lederhaut an. Die Unterhaut ist von Blutgefäßen durchzogen und besteht aus lockerem Bindegewebe, in das Fettzellen eingelagert sind. Man spricht auch von Unterhautfettgewebe. Neben ihrer Funktion als Fett- und Wasserspeicher sowie als Wärmeisolierung sorgt die Unterhaut auch dafür, dass sich die Haut verschieben lässt, und wie ein Polster, darunter liegenden Organen, Schutz vor mechanischen Belastungen bietet. Was Wissenschaftler mit einem exakten Messgerät erfassen, kann man für den Hausgebrauch mit einem einfachen Kneiftest ermitteln. Nimmt man die Haut so zwischen die Finger, dass sie sich leicht von der darunter liegenden Muskelschicht abhebt, erfasst man eine so genannte Hautfalte. Sie ist umso dicker, je mehr Fett unter der Haut gespeichert ist. Das Unterhautfettgewebe zeigt an, ob Übergewicht durch Zunahme des Fettgewebes hervorgerufen wurde.
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