Fluch ungeschützter Leidenschaft
Es war ein Etappensieg: Mit der Einführung der Potenzmittel gab es endlich Hoffnung für alle Männer, belastende Erektionsprobleme wie Impotenz und erektile Dysfunktion wirksam behandeln zu können. Seit einigen Jahren nun schon bietet die Versandapotheke Neu Markenpillen Potenzmittel rezeptfrei über das Internet an. In Bezug auf die vielen verschiedenen Geschlechtskrankheiten hingegen kann die Pharmaindustrie leider keine so großartigen Erfolge verzeichnen. Mit der Einführung wirksamer Medikamente schienen die Jahrhunderte lang in Europa grassierenden ?venerischen? Leiden besiegt worden zu sein. Doch sexuell übertragbare Krankheiten sind die in aller Welt am weitesten verbreiteten Ansteckungen und haben sich in den letzten Jahrzehnten insgesamt stetig weiter ausgebreitet.
Die ?klassischen? Geschlechtskrankheiten wie Syphilis und Tripper wurden der Häufigkeit nach von anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen wie Trichomonaden- und Chlamydien- Infektionen oder dem Herpes simplex überflügelt. Obwohl die klassischen Lustseuchen mit Antibiotika gut geheilt werden können und dadurch einen Teil ihrer Schrecken verloren haben, sind sie noch lange nicht ausgerottet. Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation infizieren sich weltweit mehr als 70 Millionen Menschen jedes Jahr mit einer dieser beiden klassischen Geschlechtskrankheiten. Jedoch fast vier Mal so viele Menschen infizieren sich mit Trichomonaden und Chlamydien, geschätzte sechs Millionen stecken sich jährlich mit dem HI-Virus an. Die Immunschwäche Aids kann bis heute noch nicht geheilt werden.
Die Hauptursachen für die rasante Zunahme von Geschlechtskrankheiten sind ungeschützter Geschlechtsverkehr mit wechselnden Partnern, eine mangelhafte Aufklärung, schlechte Gesundheitsversorgung und eine unkontrollierte Prostitution. Als Ursachen kommen aber auch sextouristische Aktivitäten durch Erleichterung der Reisemöglichkeiten wie auch eine Liberalisierung der Sexualität in der Gesellschaft in Frage. Da immer mehr Erwachsene als Singles leben, ergibt sich daraus ein ?riskantes? Sexualverhalten mit einer größeren Anzahl von Sexualpartnern. Obwohl viele Geschlechtskrankheiten auch unbehandelt nicht unbedingt zum Tode führen, sollten sie ernst genommen werden, da womöglich lebenslange Folgeschäden auftreten können. Die beste Möglichkeit, sich zu schützen, ist immer noch die Vorbeugung und die Benutzung von Kondomen, da die meisten Geschlechtskrankheiten durch geschützten Sex vermieden werden können.
Leider machen die meisten Geschlechtskrankheiten in ihren frühen Stadien keine Beschwerden und werden oft nicht erkannt bzw. zu spät behandelt. Problematisch sind auch Sexualpraktiken, bei denen Bakterien beispielsweise mit dem Mund oder mit der Hand weiter verbreitet werden. Treponema pallidum, ein korkenzieherartiges Bakterium, ist der Erreger der Syphilis. Weltweit stecken sich jährlich mehr als 12 Millionen Menschen an dieser Krankheit an. In Westeuropa hat die Zahl der Erkrankungen in den letzten 20 Jahren kontinuierlich abgenommen, was nicht zuletzt als Folge des vermehrten Kondombebrauchs in Anbetracht der Aids Gefahr zu sehen ist.
Tags: Geschlechtskrankheiten, Millionen, Menschen
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