Gentechnik in der Medizin
Die Medizin entwickelt sich mit großen Schritten immer weiter. Man weiß nie, welche neue Entwicklung schon morgen Schlagzeilen machen kann. Noch vor nicht allzu langer Zeit, war es undenkbar, Medikamente ohne ärztliche Untersuchung zu bekommen. Und heute kann man sich nicht nur Diätpillen und andere viel versprechende Arzneien zum Abnehmen und Gewicht verlieren in einer Online Apotheke oder auch Versand Apotheke bestellen, es ist sogar möglich, Potenzmittel rezeptfrei in der Internetapotheke von Neu Markenpillen zu erwerben. Doch welche Rolle spielt die Gentechnik in der sich immer weiterentwickelnden Medizin?
Die Medizin ist mit Sicherheit das Einsatzgebiet, auf dem die Gentechnik die größte Akzeptanz findet. Die schnittfeste Tomate, der Mais, der gegen Pflanzenschutzmittel resistent ist, und andere gentechnisch veränderte Pflanzen brauchen wir nicht unbedingt. Aber in der Medizin hat die Gentechnik, nicht von der Hand zu weisende, Fortschritte erbracht. Paradebeispiel dafür ist das Insulin. Insulin ist das Hormon, das bei der Zuckerkrankheit vom Körper nicht mehr in dem Maße produziert werden kann, wie es gebraucht wird. Es befördert überschüssigen Zucker vom Blut in die Zellen. Zuviel Zucker im Blut kann, wenn nichts dagegen unternommen wird, zum Tode führen.
Früher war es noch üblich Zuckerkranken das Insulin aus der Bauchspeicheldrüse von Schweinen zu verabreichen. Damit kam man auch ganz gut zurecht, bis auf einige Patienten, deren Immunsystem dem Fremdstoff mit Abwehrreaktionen begegnete. Das Insulin ist ein Eiweißstoff, dessen Gen in den Chromosomen seit längerem identifiziert ist. Als die Technik soweit fortgeschritten war, dass Gene in ein Bakterium eingepflanzt werden konnten, war das Gen für das Insulin mit das erste, dem diese Behandlung widerfuhr. Heute ist es so, dass der größte Teil des produzierten Insulins quasi menschliches Insulin ist, produziert von Bakterien. Das hat die ganze Sache zwar deutlich billiger gemacht, aber Abwehrreaktionen gibt es trotzdem noch.
Manche Zuckerkranke vertragen seltsamerweise das Schweineinsulin besser als das menschliche, von Bakterien hergestellte. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Medikamenten, die auf gentechnischem Wege produziert werden. Unter anderem auch das EPO, das als Dopingmittel im Radsport Furore gemach hat. Auch vor den Vitaminen dürfte dabei nicht haltgemacht werden. Viele Menschen fragen sich immer wieder, ob das Essen von Genfood gefährlich ist. Bisher sind noch keine direkten schädlichen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit bekannt geworden. Manche Auswirkungen technologischer Fortschritte werden aber bekanntlich erst nach Jahren festgestellt. Niemand weiß, was die Gene in den Pflanzen, die wir zu essen bekommen, letztendlich tatsächlich bewirken. Der Streit der Experten darüber ist längst nicht entschieden.
Tags: Insulin, Medizin, Gentechnik
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