Geschlechtskrankheit Aids
Erektionsprobleme wie erektile Dysfunktion (auch als Impotenz bekannt) sind durch Potenzmittel behandelbar. Auch Geschlechtskrankheiten, wie beispielsweise Syphilis kann man durch die Einnahme von Antibiotika bekämpfen. Doch für die gefährlichste aller Geschlechtskrankheiten, Aids, gibt es noch keine Heilung. Diese Krankheit wird durch das so genannte HI-Virus (humanes Immunschwächevirus) ausgelöst und stellt das Endstadium der Virusinfektion dar. Das HI-Virus wurde 1983 identifiziert. HIV greift das Abwehrsystem des Körpers an und zerstört es. Das bedeutet, dass die mit HIV infizierten Personen eine höhere Ansteckungsgefahr haben als nicht infizierte Menschen, und somit an Krankheiten versterben, die auf gesunde Menschen keinen Einfluss haben würden.
Eine Infektion mit dem HI-Virus erfolgt am häufigsten durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einem HIV-Infizierten (Frauen werden häufiger von Männern angesteckt als umgekehrt), durch infizierte Spritzen bei Drogensüchtigen, aber auch durch Sexualpraktiken, bei denen Körperflüssigkeiten (Blut, Sperma, Scheidensekret) durch kleine Risse in den Geschlechtsteilen, während des Geschlechtsverkehrs, übertragen werden. Noch immer betrifft HIV hauptsächlich homosexuelle und bisexuelle Männer, Menschen aus Afrika südlich der Sahara, Asien und der Karibik. Die Krankheit ist jedoch auch unter den heterosexuellen Sex-Touristen verbreitet. Bestimmte Sexualpraktiken sind mit einem besonders hohen Ansteckungsrisiko verbunden. Dazu zählt vor allem Analsex. Beim Analverkehr wird die Region um den After in das Liebespiel mit einbezogen und der Penis in den Anus eingeführt.
Mit dieser Art des Geschlechtsverkehrs, die bis vor einiger Zeit noch vorwiegend von Homosexuellen angewendet wurde, haben Umfragen zufolge, in Deutschland mittlerweile mehr als 40% der Männer und 42% der Frauen Erfahrung gemacht. Die Gefahr besteht darin, dass es beim Analsex sehr leicht zu Verletzungen der Genitalregion und zum Übertritt von infizierten Körpersekreten bzw. Blut kommen kann. Aber auch bei der Fellatio, der oralen Befriedigung des Mannes, besteht prinzipiell die Möglichkeit, dass das HI-Virus übertragen wird. Deshalb ist für diese sexuellen Praktiken ebenfalls die Safer-Sex-Variante mit Kondom ratsam. Via Internet kann man sich heutzutage nicht nur Potenzmittel wie Viagra bestellen, Urlaube buchen und Autos kaufen, sondern auch, natürlich ungewollt, an Geschlechtskrankheiten erkranken.
Denn wenn es um die Suche nach einem geeigneten Geschlechtspartner geht, ist das Internet eine häufige Anlaufstelle. Doch die Partnersuche via Cyberspace kann gefährlich sein. Wer Sex mit Partnern aus dem Internet sucht, hat, Ergebnissen einer amerikanischen Studie zufolge, ein höheres Risiko an Geschlechtskrankheiten zu erkranken. In dieser Untersuchung wurden Personen, die zum HIV-Test kamen befragt: Demnach hatten fast 20% der Befragten Geschlechtspartner per Internet gesucht. Alle hatten mehrere unterschiedliche Geschlechtspartner, häufiger analen Verkehr und hatten auch bereits häufiger andere Geschlechtskrankheiten.
Tags: Geschlechtskrankheiten, Hi-virus, Internet
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