Hormon ? Ersatztherapie
Ewig jung zu bleiben und verlorene Jugend zurück zu gewinnen, sind alte Träume der Menschheit. Waren Mittelalter und Renaissance noch geprägt vom Glaube an Zaubertränke und vom mythologischen Motiv des Jungbrunnens, dessen Wasser eine Verjüngung bewirken soll, setzten mit der Aufklärung auch in diesem Bereich rationalere Überlegungen ein. Das Interesse richtete sich zunehmend auf Stoffe, die in den männlichen Sexualorganen oder im Gehörn von Tieren vorkommen und deren Verzehr verjüngend und Potenz steigernd wirken soll.
1998 machte die Medizin mit der Einführung der Potenzmittel einen großen Schritt in die richtige Richtung. Erektionsprobleme sind seit dem behandelbar, und in der Online Apotheke von Neu Markenpillen sind seit einigen Jahren Potenzmittel erhältlich. Die erektile Dysfunktion, vielen als Impotenz bekannt, hat damit ein für allemal ihren Schrecken verloren. Gegen Ende des letzten Jahrhunderts brach in den USA, und besonders in Kalifornien, eine Begeisterungswelle für Hormon ? Ersatztherapie aus, auf die sich vor allem ältere Männer stürzten. Im Vordergrund stehen die anabolen Hormone Testosteron, Wachstumshormon und Dehydroepiandrosteron (DHEA), die auch als Dopingmittel im Sport verwendet werden, sowie das Melatonin.
Langjährige Erfahrungen mit Testosteronersatz hat man bei der Behandlung von Männern gemacht, die eine Unterfunktion der Hoden aufweisen. In derartigen Fällen bewirkt die künstliche Hormonzufuhr nicht nur die Ausbildung und Aufrechterhaltung der sekundären Geschlechtsmerkmale, sondern fördert auch die Libido, Erektionsfunktion, Energie und Stimmung. Erwartungsgemäß stimuliert die Testosteronzufuhr auch den Aufbau von Muskulatur und Knochensubstanz. Es stellt sich nun die Frage, ob der Testosteronspiegel älterer Männer bereits als Hodenunterfunktion zu betrachten ist. Was nämlich ein tiefer Testosteronspiegel ist, kann niemand genau sagen.
Zur Beurteilung der altersbedingten Abnahme müsste man die entsprechenden Ausgangswerte der Jugendzeit kennen, denn der Testosteronspiegel ist individuell sehr unterschiedlich. Zudem wird meist das Gesamttestosteron im Serum gemessen. Physiologisch wirksam ist aber das freie Testosteron, das nur einen sehr kleinen Teil des Gesamttestosterons ausmacht. In einem gewissen Ausmaße laufen diese beiden Messgrößen zwar parallel, doch ist nicht bekannt, wie eng diese Parallelität ist. Vor allem aber nimmt das freie Testosteron mit zunehmendem Lebensalter stärker ab als das Gesamttestosteron.
Bei älteren Männern, deren Testosteronspiegel im unteren Grenzbereich oder darunter liegt und die Symptome von Hodenunterfunktion aufweisen, wurden schon verschiedentlich Testosteron ? Ersatztherapien durchgeführt. Positive Wirkungen stellen sich ein in Form einer Steigerung von Muskelmasse, Muskelkraft und Wohlbefinden. Dagegen scheint Testosteronzufuhr zwar die Libido, nicht jedoch die Erektionsfunktion zu beeinflussen. Die Befunde der einzelnen Forscher sind jedoch nicht einheitlich, und insbesondere fehlen auch wichtige, über längere Zeit durchgeführte, Doppelblindstudien.
Tags: Testosteron, Testosteronspiegel, Erektionsfunktion
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