Jeff Koons bei Galerie Zimmermann & Heitmann

Jeff Koons: Schrille Konsumkultur

Wie sich die Kunst von Jeff Koons am besten definieren lässt, darüber herrscht in der Kunstszene kein Konsens. Zu sehr polarisiert der selbstbewusste Amerikaner mit seinen Werkgruppen. Dabei beschreitet er einen schmalen Grat zwischen Kunst und Kitsch. Wenn es eine Eigenschaft gibt, welche die Werke von Koons am besten charakterisiert, so ist es die Ironie. Zu seiner konzeptuellen Strategie gehört es, alltägliche Gegenstände mit Glamour zu verfremden.

Sich selbst zählt Jeff Koons nicht zur Appropriation Art Szene, denn der Künstler dekonstruiert nicht. Trotzdem tauchen in seinen Arbeiten typische Stilmittel der Appropriation Art auf. In seiner ersten Ausstellung, 1979, verwandelte Jeff Koons die Sterilität von alltäglichen Gegenständen, wie einem Staubsauge, zu einem Kunstgegenstand. Ebenfalls ein großes mediales Echo löste Koons 1981 mit Basketbällen aus, welche er in Wassertanks schweben ließ. Um seine technischen Spielereien perfekt in den Kunstwerken umzusetzen, konnte Jeff Koons namhafte Wissenschaftler für seine ehrgeizigen Projekte gewinnen. Unter anderem unterstütze ihn der Physiker Richard Feynman, seines Zeichens Nobelpreisträger.

Jeff Koons könnte der Conceptual-Art zugeordnet werden, eben wie James Rizzi. Typisch für diese Kunstrichtung ist der Ansatz, dass das Konzept im Vordergrund steht. Die Realisierung und die Idee sind gleichwertig. Jeff Koons Kunstwerke strahlen eine Naivität aus, denen sich die Betrachter nicht entziehen können. Die Emotionen, welche Koons Skulpturen auslösen, differenzieren dabei. Jeff Koons setzt bei der Realisierung seiner Ideen auf die Hilfe professioneller Manufakturen. So vertraute Koons die Herstellung der Porzellanfigur ?Michael Jackson and Bubble? italienischen Porzellanmeistern an.

Sexuelle Schlüsselreize löste Jeff Koons mit seinen Werken ?Made in Heaven? aus. Seine damalige Ehefrau, die Pornodarstellerin Ciccolina, war die Muse für diese Werkserie. Vor allem die Fotoarbeiten verhalfen Jeff Koons global zu einer ungeheueren Popularität. Ein positiver Synergieeffekt: Jeff Koons erlebte einen nachhaltigen Imagewandel.

Einen Coup der besonderen Art bescherte der amerikanische Künstler anlässlich der Documenta IX. Uneingeladen stellte Jeff Koons eine zwölf Meter hohe, mit 17.000 Blumen verzierte Hundeskulptur auf. Hunderttausende bestaunten seine Arbeiten.

Arbeiten von Jeff Koons finden Sie in er Galerie Zimmermann & Heitmann in Düsseldorf.

Tags: Koons, Jeff, Art

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