Lange gesund ? lange jung

Ewige Jugend ist ein Menschheitstraum. Schon früher versuchten Menschen dem Altern zu entrinnen. So ließ in der Antike Alexander der Große nach dem Brunnen der ewigen Jugend suchen. Die Alchemisten des Mittelalters experimentierten mit verschiedenen Substanzen, um Gold herzustellen, dem eine wundersam verjüngende Wirkung nachgesagt wurde. In unserer Zeit ist Jungbleiben eines der zentralen Themen. Die ?Anti Aging Industrie? boomt. Doch Altern ist ein normaler Prozess, dem jedes Lebewesen unterworfen ist. Viele Organe und Gewebe nehmen im Verlauf der Jahre an Masse ab oder ihre Leistung sinkt. So treten bei Männern im Alter häufig Erektionsprobleme auf. Meist handelt es sich um Impotenz, also die erektile Dysfunktion. Durch Potenzmittel sind die Symptome dieser Funktionsstörung gut behandelbar, der Alterungsprozess wird dadurch aber nicht gestoppt.

Das normale Altern begünstigt auch die Entstehung von chronischen Krankheiten, und umgekehrt beschleunigen krankhafte Veränderungen ihrerseits den Alterungsvorgang. Im Altern sind Alzheimerkrankheit, Krebs, Herzinfarkt und Hirnschlag häufiger. Sie gehören aber nicht zwangsläufig zum Altern, sondern addieren sich zu den Alterungsvorgängen. Selbst wenn wir diese Krankheiten besiegen würden, könnte damit der Alterungsprozess nicht gestoppt werden. Er hängt für viele Organe allerdings sehr stark vom Lebensstil und von behandelbaren Risikofaktoren ab.

Heute wird das Alter nicht mehr unbedingt nur als geruhsamer Lebensabschnitt betrachtet. Viele Menschen bleiben bis ins hohe Alter aktiv. Wie stark sich die Vorstellung des Alters gewandelt hat, zeigt die Definition des Greisenalters aus dem Brockhaus von 1837: ?Indessen kann man im Allgemeinen doch annehmen, dass das Greisenalter für die Frauen mit dem 50., für die Männer mit dem 60. Lebensjahre anfange?? Schaut man sich heute eine 50-jährige Frau an, kann man sicher nicht von einer greisenhaften Gestalt sprechen. Doch was direkt trägt zum Alterungsvorgang bei?

? Mutationen: Der genetische Code (DNA) kann geschädigt werden, beispielsweise furch freie Radikale oder UV-Licht. Fehlerhafte Eiweiße entstehen. Die Steuerung der Zellen kann gestört sein. Körpereigene Reparaturmechanismen versuchen den Schaden zu beheben.
? Anhäufungen von Abfallprodukten in den Zellen schädigen das Gewebe und setzen den Alterungsprozess in Gang. Die Zellstrukturen und Eiweiße werden besonders durch die so genannten freien Radikale geschädigt. Das sind chemisch aggressive Stoffe, die teilweise in der Zelle selbst entstehen. Einige Vitamine und andere Substanzen (Antioxidanten), vor allem aus Früchten und Gemüse, können diese freien Radikale abfangen und unschädlich machen. Der Körper besitzt zudem Mechanismen, den Schaden wenigstens teilweise wieder zu beseitigen.
? Veränderungen der Hormondrüsen werden als Auslöser oder zumindest als Beschleuniger der Alterungsprozesse angenommen.

Tags: Altern, Alterungsprozess, Radikale

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