Natürliche und künstliche Vitamine
Unterscheiden sich künstliche von natürlichen Vitaminen? Im Prinzip nicht. Chemisch gesehen gibt es hier keinerlei Unterschiede. Ob nun aus natürlichen Rohstoffen, künstlich hergestellt, oder vielleicht neuerdings gentechnisch gewonnen, spielt keine Rolle. Unser Stoffwechsel merkt keinen Unterschied. Von zwei Ausnahmen abgesehen. Zum einen ist dies das Vitamin E, das in natürlicher Form als so genanntes d-Alpha-Tocopherol vorkommt, während das synthetisch hergestellte Vitamin E manchmal die Bezeichnung d,L-Alpha-Tocopherol trägt.
Dies bedeutet, dass hier ein Gemisch zweier Formen, der so genannten d- und der l-Form vorliegt, von denen die l-Form nicht vom Körper verwertet werden kann. Es handelt sich um eine körperfremde Substanz von unbekannter Wirksamkeit. Wer Vitamin E in Tablettenform einnehmen will oder muss, sollte darauf achten, dass es sich um natürliches Vitamin E aus Pflanzenöl handelt. In einer Versand Apotheke gibt es eine große Auswahl.
Beim Beta-Karotin verhält es sich genau andersherum. Das Naturprodukt ist ein Gemisch, während synthetisch immer nur eine Form hergestellt wird. Schädlich ist das auf keinen Fall, höchstens entgeht einem eben die fehlende Beta-Karotin-Form. Anders verhält es sich mit dem Vitamin D. Dieses Vitamin tritt in zwei Formen auf, den Vitaminen D2 und D3. Vitamin D2 wird vom Körper, aus einem in Pflanzen vorkommenden Pro-Vitamin, und Vitamin D3 aus Cholesterin, hergestellt.
Das letztere ist die weitaus häufigere Form, da das Cholesterin bei weitem besser verfügbar ist als das Pro-Vitamin des Vitamins D2. Vitamin D2 ist allerdings technisch viel einfacher und billiger herzustellen als das Vitamin D3. Und weil das so ist, tauchte das Vitamin D2 in vielen Zusatzstoffen und Vitaminpräparaten auf, und wurde auch bei, mit Vitaminen angereicherten Lebensmitteln, verwendet. Das Vitamin D2 führt aber schon in geringeren Mengen zu einer Überdosierung als das Vitamin D3.
Deshalb sollte bei der Einnahme von zusätzlichem Vitamin D darauf geachtet werden, dass es sich immer um das Vitamin D3 handelt. Heute wird aber ohnehin fast nur noch das Vitamin D3 verwendet. Da normalerweise ein Vitamin D-Mangel bei Erwachsenen sehr selten zu beobachten ist, gibt es ohnehin nur sehr wenige stichhaltige Gründe für die Einnahme eines Vitamin-D-Präparates. Vitamin D ist auf Grund der Gefahr der Überdosierung ein apothekenpflichtiges Medikament. Bei allen Vitaminpräparaten gilt die Devise: Möglichst kleine Mengen und möglichst oft. Wer auf einen Schlag einen Teelöffel Vitamin C einnimmt, bekommt vielleicht Durchfall aber von dem Vitamin C wird nur ein Teil tatsächlich aufgenommen werden. Die Einnahme von so genannten ?Rückhaltenden Kapseln? ist zu empfehlen.
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