Neue Investitionsmöglichkeiten
Über Finanzdienstleister ist es möglich, in ein bestehendes, reifes Geschäft zu investieren und dabei vom Know-how sowohl des Unternehmens als auch der Finanzdienstleister (z. B. RWB AG) zu profitieren. Die Beteiligungen werden Private Equity genannt, die entsprechenden Überträge der Anteile auf nachfolgende Investoren sind die Secondaries.
Private Equity ist eine Anlageform, bei der, vermittelt durch Finanzdienstleister wie RWB, in bestehende nicht-börsennotierte Unternehmen investiert wird. Untersuchungen, die langfristig die Nettodurchschnittsrenditen im Private Equity Bereich auf der Basis des Cash Flow ermittelten, kamen zu Ergebnissen von 14 - 18 % / Jahr, in günstigen Fällen weit darüber. Die Besonderheit der Private Equity liegt in den individuellen Fähigkeiten von Investoren, das Unternehmen gegebenenfalls zu begleiten, zu unterstützen ("smart capital") beziehungsweise zielgerichtet in bestimmte Entwicklungen zu investieren. Der Investor hat im besten Fall persönlichen Zugang zu Entscheidungsträgern im Unternehmen, erwirbt Insiderwissen und kann damit nachhaltig und zielgerichtet investieren. Bei der Anlage in börsennotierte Papiere ist er von Entscheidungsprozessen so gut wie ausgeschlossen, es sei denn er besitzt relevante Stimmrechte auf der Aktionärsversammlung.
Private Equity läuft in Phasen ab, in denen der Investor sich beteiligen kann. Primaries sind Ersterwerbungen der Unternehmensanteile, damit ergeben sich hohe Chancen und Risiken und möglicherweise großer Einfluss auf Entwicklungen. Die Verkäufe von Fondsanteilen an den nächsten Investor, den Limited Partner, sind Secondaries. Dieser Vorgang bringt für beide Investoren Vorteile. Der Verkäufer erzielt Liquiditätsrückflüsse, zudem überträgt er seine Einzahlungsverpflichtungen. Die Fonds- oder Beteiligungsgesellschaft entwickelt mit diesem Vorgang ihre Investorenbasis. Der Verkäufer muss nicht alle seine Anteile verkauft haben, also bleibt er der Gesellschaft erhalten, ein neuer Investor stößt hinzu. Die Fondsgesellschaft gewinnt auf diese Weise Signal-Investoren, die auch mit Human Ressources an der Unternehmensentwicklung beteiligt sind und weitere Investoren gewinnen können.
Für den Käufer haben die Secondaries den Vorteil, dass er ein reifes Portfolio erwirbt, welches das Liquiditäts- und Investitionsrisiko senkt. In der Primarie-Phase ist es zum Beispiel denkbar, dass Mindestanlagen getätigt werden müssen, um das Unternehmen in Gang zu setzen, beim Secondary kann das entfallen, wobei die Unternehmungen stets individuell geregelt werden.
Tags: Equity, Investor, Unternehmen
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