Ökostrom Gütesiegel
Wer sich dazu entscheidet, von seinem Energieversorger mit Ökostrom versorgt zu werden, der möchte auch sicher sein, wirklich das zu bekommen, wofür er bezahlt. Doch welche Möglichkeiten gibt es, wirklich sicher zu sein? Leider gibt es in Deutschland keine einheitlichen Vorschriften, was genau als Ökostrom bezeichnet werden darf. Wer dennoch die Gewissheit haben möchte, etwas zum Umweltschutz beizusteuern, der kann sich auf drei unterschiedliche Anbieter berufen, die Gütesiegel an die Versorger, die Ökostrom im Angebot haben, verteilen. Zu beachten ist allerdings, dass, nur weil man für Ökostrom bezahlt, nicht wirklich mit Ökostrom beliefert wird. Im Falle eines Vertragsabschlusses wird lediglich die verbrauchte Menge Strom in das Stromnetz eingespeist und somit der allgemeine Anteil erhöht. Eine Belieferung mit reinem Ökostrom ist leider nicht möglich.
Immer mehr Anbieter stellen auf Ökostrom um
Neben den reinen Ökostromanbietern stellen auch immer mehr Stadtwerke und regionale Energieversorger auf Ökostrom um. Der Berliner Energieversorger lekker Energie (Infos zu lekker Energie) liefert beispielsweise inzwischen sein normales Stromprodukt Kohle - und atomstromfrei an und bietet zudem einen reinen Ökostromtarif an, der vom Verein EnergieVision mit einem Gütesiegel ausgezeichnet wurde. Aber auch die Stromkonzerne haben den Trend erkannt und bieten Ökostrom mit Gütesiegeln an. Die E.ON Tochter E WIE EINACH (Infos zu E WIE EINFACH) beispielsweise bietet ein Ökostromtarif an, der sowohl vom TÜV SÜD als auch vom Verein EnergieVision e.V. zertifiziert ist.
Wer vergibt die Gütesiegel?
In Deutschland gibt es drei private Anbieter, die Gütesiegel für Stromversorger ausstellen. Aufgrund fehlender Vorschriften sind aber die Anforderungen, um diese Gütesiegel zu erhalten, sehr unterschiedlich. Für das ok-Power-Zertifikat, welches vom EnergieVison e.V. vergeben wird, spielt das Alter der produzierenden Anlagen eine entscheidende Rolle. Ein Drittel der Anlagen dürfen nicht älter als sechs, ein weiteres Drittel nicht älter als zwölf Jahre sein. Hierdurch soll der Bau neuer Anlagen gefördert werden. Der Verein Grüner Strom Label e.V. erteilt das Grüner Strom Label, hierbei liegt der entscheidende Punkt darin, dass der Versorger sich verpflichtet, Teile der Kundengelder in einen Neubau von Anlagen zu investieren. Der Ökostrom muss zu mindestens der Hälfte aus erneuerbaren Energien stammen, um das Silber-Label zu erhalten. Der wohl bekannteste Vergeber von Zertifikaten sind die TÜV-Gesellschaften. Leider sind die Anforderungen hier nicht sehr klar formuliert und liegen ganz eindeutig unter den Vorlagen der anderen beiden Zertifikate.
Kunden, die mit Garantie Ökostrom beziehen möchten, sollten sich auf der Anbieterseite genau über die Herkunft des Stroms und den Verbleib der Kundengelder informieren, um mit gutem Gewissen für Ökostrom zu bezahlen.
Tags: Gütesiegel, Anlagen, Anbieter
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