Prostatavergrößerung
Als Teil der männlichen Geschlechtsorgane ist die Prostata bereits ab der Geburt angelegt, und sie erreicht gegen Ende der Pubertät ihre volle Ausdehnung. Zwei Faktoren bestimmen das weitere Schicksal der Prostata, die auch Vorsteherdrüse genannt wird. Diese beiden Faktoren sind das Alter und die Hormone. So ist es eine Tatsache, dass es bei den wenigen noch in China lebenden Eunuchen weder zu einer Vergrößerung der Prostata noch zu einem Prostatakrebs kommt. Dies unterstreicht den Umstand, dass für die Entwicklung und das Wachstum der Prostata Sexualhormone, besonders das Testosteron, von entscheidender Bedeutung sind.
Der männliche Körper produziert sowohl männliche als auch weibliche Hormone, die lediglich in unterschiedlichen Konzentrationen vorliegen. Die weiblichen Hormone (Östrogene) wirken auf den inneren Teil der Prostata, die männlichen auf die Außendrüse. Verändert sich im Lauf der Jahre, während der männlichen Form des Klimakteriums, das Verhältnis der weiblichen und männlichen Hormone zueinander, so bewirken die nun vorherrschenden weiblichen Hormone eine Vergrößerung der Innendrüse. Der Mangel an männlichen Hormonen lässt die Außendrüse schrumpfen und dies führt dazu, dass es zu einer immer weiteren Einengung der Harnröhre durch die nun geschwulstartig vergrößerte Prostata kommt.
Dies ist aber nur eine grob vereinfachte Darstellung der Abläufe in der Entstehung der gutartigen Prostatavergrößerung. Auch heute noch sind die genauen Ursachen nicht bis ins Detail geklärt. Es sind nicht nur Erektionsprobleme, wie die erektile Dysfunktion und Impotenz, die einen Mann mit zunehmendem Alter beschäftigen und zur Einnahme von Potenzmitteln wie Tadalafil zwingen. Ein Thema für jeden Mann ab 40 ist seine Prostata. Beschwerden der unteren Harnwege, die in Zusammenhang mit einer Vergrößerung der Prostata stehen, sind ein häufiges Problem bei Männern. Doch weniger als die Hälfte davon sieht sich dadurch veranlasst, einen Arzt aufzusuchen. Viele Männer halten diese Veränderungen für eine unvermeidliche Folge des Alterns. Prostataerkrankungen beginnen etwa ab dem 40. bis 50. Lebensjahr.
Sind es bei den 40-Jährigen etwa 20%, so hat etwa jeder dritte 50-Jährige hin und wieder Probleme beim Wasserlassen. Im Alter von 90 Jahren ist praktisch jeder Mann von diesem Problem betroffen. Durch die Vergrößerung der Vorsteherdrüse verändern sich auch die Lebensbedingungen. Zuerst nimmt der Harndrang auch nachts häufiger zu, später verringert sich die Stärke des Harnstrahls und es entwickelt sich ein Gefühl, als ob die Blase nicht völlig entleert wäre. Die meisten Männer reagieren darauf mit einer verminderten Flüssigkeitsaufnahme, vor allem abends vor dem Schlafengehen. Sobald Funktionsstörungen und Probleme mit der Prostata auftreten, sollte jeder Mann einen Urologen aufsuchen, um die für ihn beste Behandlungsmethode herauszufinden.
Tags: Prostata, Hormone, Vergrößerung
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