Sexuelle Reaktion

Die sexuelle Reaktion des Mannes ist ein komplexes Zusammenwirken von körperlichen und psychischen Vorgängen. Sie besteht aus einem Reaktionszyklus mit den aufeinander folgenden Phasen der Peniserektion, der Emission von Samen und Drüsensekreten in die innere Harnröhre und der Ejakulation, dem Ausstoßen des Ejakulats aus der äußeren Harnröhre. Der Orgasmus beginnt mit oder vor der Emission und endet mit vollzogener Ejakulation. Nach der Ejakulation folgt eine Rückbildungsphase, während der Penis erschlafft und eine körperliche Entspannung einsetzt. Diese ist verbunden mit einer mehr oder weniger lang andauernden Refraktärzeit, die verstreichen muss, bis eine erneute Erektion zustande kommen kann.

Die Erektion ist die zentrale und für die männliche Psyche wichtigste Komponente der Sexualreaktion. Das Erektionsvermögen wird gleichgesetzt mit Manneskraft und männlicher Selbstidentität. Emission und Ejakulation dagegen werden weniger stark durch die Psyche beeinflusst und können auch ohne Erektion erfolgen. Die Erektion verleiht dem männlichen Glied die für den Vollzug des Geschlechtsverkehrs notwendige Steifheit. Sie entsteht durch ein komplexes psychophysiologisches Geschehen, bei dem arterielle und venöse Blutgefäße, Schwellkörpermuskulatur, Verbindungsmuskulatur, die den Penis am Rumpf fixiert, Hormone, Nervensystem und Psyche eine wichtige Rolle spielen.

Anatomisch besteht der Penis aus drei Schwellkörpern und daran ansetzender Muskulatur, die den Penis am Rumpf fixiert. Der schwammartig aufgebaute Schwellkörper befindet sich an der Penisunterseite und umfasst die Harnröhre. Seitlich darüber liegen die beiden Schwellkörper. Sie können den Penis versteifen, indem sie Blut aufstauen. Als Aufstaubecken besitzen sie zahlreiche, aus weiten Blutkapillaren gebildete Kavernen. Zwischen diesen dehnbaren Hohlräumen befinden sich glatte Muskelzellen und Bindegewebe. Umgeben sind die Schwellkörper von einer straffen, kaum dehnbaren Bindegewebehülle. Das Blut gelangt über sich fein verästelnde Arterien in die Schwellkörperkavernen und verlässt sie wieder über feine Venen, die sich zu größeren vereinigen und den venösen Rückfluss bewerkstelligen. Ausgelöst wird die Erektion durch einen Rückenmarksreflex, der durch die Aktivität der höheren Nervenzentren gefördert oder gehemmt werden kann.

Da der Erektionsreflex eine Reaktion des Nervensystems darstellt, lässt er sich nur in entspanntem Zustand vollziehen. Dies erklärt, weshalb Angst und Stress Erektionsprobleme auslösen können. Bei einer Erektion erweitern sich die Gefäße, wodurch mehr Blut in die Schwellkörperkavernen fließen kann und sie sich prall füllen. Die straffe Bindegewebehülle der Schwellkörper liefert den Gegendruck und presst die Venen zu. Der Blutdruck im Penis steigt an und versteift dadurch die Schwellkörper. Ist dieser Vorgang gestört, und es liegt eine erektile Dysfunktion oder Impotenz vor, hilft das Potenzmittel Sildenafil von Neu Markenpillen wirksam, denn es blockiert gezielt das Enzym PDE5 und ermöglicht so eine starke Erektion.

Tags: Erektion, Penis, Schwellkörper

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