Stuhluntersuchungen zur Diagnose verschiedener Krankheiten
Stuhluntersuchungen werden immer dann eingesetzt, wenn die Patienten über längere Zeit hinweg über Beschwerden klagen, deren Ursachen im Magen-Darm-Trakt liegen könnten. Zu diesen Symptomen zählen beispielsweise insbesondere Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Dabei wird die Stuhlprobe des Patienten auf mögliche Krankheitserreger untersucht. So kann mit dem Einsatz von Stuhluntersuchungen festgestellt werden, ob schädliche Pilze, Parasiten oder Viren aber auch ob Blut im menschlichen Kot zu finden ist. In einem Labor wird der Stuhl auf seine Beschaffenheit, seine Farbe, sein Gewicht und seinen Geruch hin untersucht. Die Stuhluntersuchung dient den Ärzten, um verschiedene Krankheiten, zum Beispiel Dickdarmkrebs, Darmpolypen, Durchfallerkrankungen auf Grund von Parasiten, Bakterien oder Viren, vermehrte Fettausscheidung und Störungen des Gallenabflusses zu identifizieren. Zudem können mit der Durchführung von Stuhluntersuchungen eventuelle Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten festgestellt und gleichzeitig Nahrungsmittel-Intoleranzen von Nahrungsmittel-Allergien abgegrenzt werden.
Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten
Von einer Nahrungsmittel-Unverträglichkeitsreaktion wird dann gesprochen, wenn ein Betroffener nach der Nahrungsmittelzufuhr eine Abwehrreaktion auf eine bestimmte Substanz zeigt. Äußern kann sich diese Reaktion je nach Art der Unverträglichkeit und körperlicher Voraussetzung mit Übelkeit, Durchfall oder Erbrechen oder außerhalb des Verdauungstraktes mit Hautausschlag oder Atemnot. Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten lassen sich je nach Reaktion in verschiedene Kategorien aufteilen, in die Lebensmittel-Vergiftung, die Nahrungsmittel-Allergie und die Nahrungsmittel-Intoleranz.
Kategorisierung
Die Lebensmittel-Vergiftung ist eine toxische Reaktion, die nach der Nahrungsmittelaufnahme eintritt. Der Patient leidet dann unter Vergiftungserscheinungen, da ein Bestandteil der Nahrung giftig, also toxisch, war. Das können zum Beispiel verdorbene Lebensmittel oder auch nicht-essbare Beeren aus dem Garten sein. Die Symptome nach einer Lebensmittel-Vergiftung können unterschiedlich schwer ausfallen, jedoch im schlimmsten Fall bis zum Tod führen. Die Reaktion bei einer Nahrungsmittel-Allergie ist hingegen nicht toxisch. Es liegt keine Vergiftung vor, sondern der Körper reagiert individuell empfindlich auf ein bestimmtes Nahrungsmittelbestandteil. Mediziner sprechen in einem solchen Fall auch von einer immunologischen Reaktion, bei der das Immunsystem auf gewisse Stoffe in der Nahrung mit einer Entzündung beziehungsweise mit Abwehr reagiert. In einigen Fällen sind die allergischen Reaktionen so schwer, dass der Verzehr einer nicht verträglichen Substanz lebensbedrohlich werden kann, zum Beispiel bei einer auftretenden Atemnot. Bei der Nahrungsmittel-Intoleranz handelt es sich um eine nicht-toxische und nicht-immunologische Reaktion. Mediziner sprechen hier auch von einer pseudoallergischen Reaktion. Der Körper leidet bei einer Intoleranz unter einem Enzymdefekt oder Enzymmangel und kann deshalb manche Substanzen nicht richtig verdauen.
Tags: Reaktion, Lebensmittel-vergiftung, Stuhluntersuchungen
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