Tastbare Knoten

Tastbare Knoten in der Haut oder an der Körperoberfläche sind keinesfalls ein Hinweis auf ein Krebsleiden! Zwar sollten sie immer diagnostisch geklärt werden, man darf aber nicht gleich in eine lähmende Krebsangst verfallen. Bei groben, und wenig oder nicht schmerzhaften Knoten und Strängen unter der Haut, handelt es sich in den meisten Fällen um Lymphknotenschwellungen. Sie signalisieren, dass im Einzugsgebiet des jeweiligen Lymphknotens ein krankhafter Prozess abläuft. Bei Patienten kann das plötzliche Auftreten von Lymphknotenschwellungen Komplikationen im Krankheitsverlauf ankündigen, und solche Befunde sind deshalb zu registrieren.

Auch ist zu beachten, dass man normale, nicht vergrößerte Lymphknoten auch spüren kann. Eine genaue Beurteilung der Achsellymphknoten ist nur möglich, wenn der Patient beim Abtasten beide Arme locker herunterhängen lässt und nicht anhebt, da es sonst zu einer Spannung der Muskulatur kommt, und eine genaue Diagnose dann schwer zu stellen ist. Ein Arzt sollte sofort kontaktiert werden, wenn Schwellungen an allen Lymphknoten auftreten. Zu den tastbaren Veränderungen der Haut gehören auch Knotenbildungen in der weiblichen Brust.

In der Frauengesundheit ist dies eines der besorgniserregendsten Themen. Regelmäßige Selbstuntersuchungen helfen bei der Früherkennung des Brustdrüsenkrebses. Diese Untersuchung der Brust ist auch bei langzeit- erkrankten Patienten vorzunehmen. Am besten ist die Kontrolle unmittelbar nach der monatlichen Regelblutung durchzuführen, und es ist zu beachten, dass diese Kontrolle systematisch und möglichst in gleichen Abständen durchgeführt wird. Es handelt sich nicht bei jedem tastbaren Knoten in der Brust um Krebs. Daher ist die Sorge vieler Frauen oftmals unbegründet. Nichts desto trotz sollte jeder Tastbefund mit einem Arzt abgeklärt werden.

Erkennt man Brustdrüsenkrebs frühzeitig, besteht eine gute Heilungschance. Auch in der gesunden Brust sind Stränge zu fühlen. Es handelt sich hierbei um die Milchgänge und sie stellen keine krankhaften Veränderungen dar. Wichtig ist, dass das Auftreten neuer Tastbefunde und Vergrößerungen bestehender Tastbefunde erkannt, und von einem Arzt untersucht wird. Tastbare Schwellungen, insbesondere in der Leistengegend, können durch einen Bruch verursacht werden. Das Einklemmen eines Bruches ist stets bedrohlich und bedarf immer schneller medizinischer Hilfe.

Der so genannte Grützbeutel, der häufig in der Gegend des Ellenbogengelenks auftritt, stellt einen harmlosen Befund. Auch in der Unterarmregion und am Handgelenk können diese Veränderungen auftreten. Der Inhalt dieser Grützbeutel sind fetthaltige Substanzen, die nicht schmerzhaft sind. Wenn er nicht zu große Ausmaße annimmt, löst er keinerlei Manipulationen aus. Ein Grützbeutel kann unter sterilen Bedingungen, durch einen kleinen ärztlichen Eingriff ausgeschält werden. Als Folge lang anhaltender Druckbelastungen können Hornhautverdickungen wie das Hühnerauge entstehen. Man sollte nie eine Manipulation an derartigen Knoten am eigenen Körper vornehmen. Von Drücken, Ausschälen oder Massieren der betroffenen Hautstellen ist dringend abzuraten. Derartige Befunde sollten immer durch einen Arzt abgeklärt werden.

Tags: Brust, Arzt, Knoten

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