Verbrennungen

Verbrennungen der Haut treten in unterschiedlichem Grade auf und bedürfen meist einer ärztlichen Behandlung mit anschließender spezieller Haupflege. Der erste Grad ist die Rötung, die als vermehrte Hautdurchblutung eine erste Reaktion des belasteten Organs darstellt (leichter Sonnenbrand). Das zweite Stadium ist dadurch gekennzeichnet, dass durch bereits eingetretene Schädigungen der Hautgefäße Blutflüssigkeit beziehungsweise Lymphe zwischen Oberhaut und Lederhaut eindringt, die beiden Schichten gleichsam voneinander löst, und sozusagen einen Puffer als Schutz vor einer weiteren thermischen Belastung bildet. Dadurch entstehen eine Blase oder mehrere Blasen. Die äußere Begrenzung der Blase, die nervenfreie Oberhaut, ist schmerzunempfindlich. Sie kann entfernt werden.

Der Blasengrund wird jedoch von der sehr empfindlichen, leicht verletzbaren Lederhaut gebildet. Bevor sie nicht durch eine neue Epithelschicht überzogen ist, sollte die schützende Blasenhaut nicht entfernt werden. Der dritte Grad einer Verbrennung ist bereits die Nekrose, der Zelltod der Haut. Sie heilt stets nur unter Narbenbildung aus. Der schwerste Grad wird als Verkohlung, also die völlige Verbrennung, bezeichnet. Zu beachten ist, dass bereits Verbrennungen zweiten Grades eine durchaus ernsthafte Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens auslösen können, wenn sie großflächig auftreten. Verbrennungen dritten Grades sind bei größeren Ausmaßen stets lebensbedrohlich, wobei verschiedene Faktoren, wie Verbrennungsgifte, Störungen des Wärme- und Flüssigkeitshaushaltes und toxische Wirkungen mit eine Rolle spielen.

Es gibt Faustregeln wonach ein Drittel verbrannte Körperoberfläche noch eine Überlebenschance bietet, diese aber bei größeren Flächen kritischer würde. Diese Regeln stimmen nur zum Teil. Die Prognose hängt stets vom Gesamtbefinden, von zusätzlichen Schädigungen und den Therapiemöglichkeiten ab. Völlig falsch ist es, Verbrennungen mit Brandsalbe oder anderen klebenden Substanzen zu bedecken. Soll die Haut auch nach Behandlung der Verbrennung natürlich schön aussehen, ist es ratsam die betroffene Hautpartie, bis zum Eintreffen des Arztes, zu kühlen. Die im Volksmund so oft beschworene Zwiebel oder Pflanzenstrünke haben eine denkbare Wirkung, die frei von aller Mystik erklärbar ist. Der salzreiche Pflanzensaft wirkt als hypertone Lösung der Flüssigkeitsansammlung entgegen, er dämpft die Entzündung und lindert so den Schmerz.
Die Behandlung großflächiger Verbrennungen hat in jedem Falle, ohne Zeitverzug, durch einen Arzt zu erfolgen. Beim Eindringen von Eitererregern in die Haut, entstehen Hauteiterungen wie Furunkel. Um diese Mikroben sammeln sich weiße Blutkörperchen, die dabei teilweise selbst absterben und so den Eiter bilden. Multiple Hauteiterungen sind stets ein Hinweis auf eine Systemkrankheit mit verminderter Abwehrfähigkeit, denn im Allgemeinen sind die Schutzmechanismen der Haut ausreichend, um das Eindringen von Bakterien verhindern zu können. Auch flächenhafte Hautentzündungen können auftreten. Hier wird der Erreger nicht lokalisiert abgefangen, sondern breitet sich in der Haut aus.

Tags: Haut, Verbrennungen, Verbrennung

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