Weibliche Geschlechtsorgane

Frauen sind in der Regel nicht nur, wie viele Männer annehmen, mit ihrer Hautpflege, der Faltenbehandlung oder dem Ausprobieren der neuesten Diätpillen von Neu Pillenpharm beschäftigt. Sie beschäftigen sich sehr intensiv mit allen Themen der Frauengesundheit, die weit über die Behandlungsformen von Dehnungsstreifen und Schwangerschaftsstreifen hinausgehen. Das mag wahrscheinlich auch daran liegen, dass sie einmal im Monat, auf nicht zu ignorierende Weise, mit den hormonellen Tätigkeiten ihrer Geschlechtsorgane konfrontiert werden. Was bei dem Mann der Hoden ist, ist bei der Frau der Eierstock.

Die Ovarien stellen längliche ovale Drüsen dar, die beiderseits neben der Gebärmutter im kleinen Becken, dem unteren Teil des Bauchraumes, zwischen den Beckenknochen liegen. Die Ovarien sind, durch aus Bindegewebe bestehenden Strängen, sowohl an der Gebärmutter als auch an der Beckenwand befestigt. Vor der Pubertät ist die Oberfläche der Eierstöcke glatt. Nach Beginn der Geschlechtsreife wird die Oberfläche, durch die im Monatsrhythmus reifenden Eizellen, uneben. Alle Eizellen sind in den Eierstöcken bereits vorgebildet. Schon bei der Geburt eines kleinen Mädchens, sind in deren Keimdrüsen alle später einmal reifenden Eizellen vorhanden, mehr noch, sie sind im Normalfall in erstaunlichem Überfluss angelegt.

Man schätzt, dass etwa 400.000 Eizellen in den Ovarien jeder Frau vorhanden sind. Im Laufe eines Geschlechtslebens reifen jedoch nur etwa 400 heran. Und wiederum ein geringer Bruchteil davon erfüllt seine eigentliche Funktion und wird nach Befruchtung und Schwangerschaft zu einem neuen Menschen. Zum Unterschied gegenüber den männlichen Keimzellen, reifen in den Ovarien nur die vorgebildeten Geschlechtszellen heran, während im Hoden stets neue Samenzellen, durch Teilung aus Vorstufen, gebildet werden. Der Eierstock besteht jedoch nicht nur aus Eizellen. Jede dieser Zellen umgibt sich gleichsam von einem Hofstaat anderer Zellen (Epithelzellen, Follikelzellen). Sie hüllen das Ei ein. Beginnt es zu reifen, so vermehren sich die Follikelepithelien und bilden mehrere Schichten um das Ei.

Durch Flüssigkeitsabsonderung und Zellzerfall entsteht schließlich eine flüssigkeitsgefüllte Höhlung, an deren Rand das Ei mit den Follikelzellen liegt. Dieses Bläschen beult die Oberfläche des Eierstockes vor, vergleichbar eventuell mit einer Wundblase der Haut. Ist die Reifung beendet, so tritt nach Steuerung durch hormonelle Faktoren das Platzen des Follikels ein. Die Eizelle wird gleichsam mit Gewalt in die Bauchhöhle hineingeschleudert, von dem Fangkorb des Eileiters aufgefangen, und verschwindet nicht etwa in der freien Bauchhöhle. Durch den Eileiter wird die reife Eizelle zur Gebärmutter geleitet. Trotz einem Durchmesser von 0,15 mm, sind in ihr alle Erbinformationen enthalten, die im Falle einer Befruchtung dem neuen Leben das mütterliche Erbmaterial geben.

Tags: Eizellen, Ovarien, Oberfläche

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